Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St.Gallen

«Willkommen, unsere Türen sind offen». Dies gilt für fast alle reformierten Kirchen im Kanton St.Gallen. Gleiches gilt auch, wenn Sie ein Anliegen an uns haben. Wenden Sie sich an Ihre Kirchgemeinde.

Oder Sie setzen sich direkt mit der Kantonalkirche, also der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, in Verbindung. Sie finden uns am Oberen Graben 31 in 9000 St.Gallen. Erreichbar sind wir in der Regel werktags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr unter 071 227 05 00 oder per Mail unter info@ref-sg.ch.

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Lehrgang Gemeinde gestalten

Eine Kirchgemeinde leiten ist eine Herausforderung. Damit Sie als Gremium vom Verwalten zum aktiven Gestalten kommen, brauchen Sie gemeinsame Visionen und Projekte. Der modulare Lehrgang „Gemeinde gestalten“ unterstützt Sie dabei, ihre Leitungsverantwortung in der Kirchgemeinde wahr­zunehmen.

Zielgruppe
Der Lehrgang richtet sich an Behördenmitglieder, Pfarrperso­nen und weitere Mitarbeitende, die ihre Kirchgemeinde bewegen wollen, egal ob am Anfang ihrer Tätigkeit der mit längerer Leitungserfahrung im Gepäck. Am besten nehmen pro Kirchgemeinde zwei bis maximal vier Personen teil, wovon mindestens eine Person kontinuierlich an allen Modulen teilnimmt. Je grösser das Team ist, desto dynamischer können im Kurs erarbeitete Inhalte und Projektideen später tatsächlich umgesetzt werden.

Inhalt
Die Module sind abwechslungsreich und praxisorientiert gestaltet. Dazu gehören Exkursionen und konkrete Inputs von Kirchgemeindevertreterinnen und Kirchgemeindevertretern.

Die Module im Überblick

1 Gemeinde gestalten - Kirche gestalten
Einführung in den Lehrgang. Überblick und Grundmodelle des Lehrgangs. Kirchgemeinde als komplexe Organisation. Standortbestimmung für die eigenen Kirchgemeinde mit Schärfen der Innen- und Aussensicht. Eigenwahrnehmung meiner Rolle und als Person in der Kirchgemeinde schärfen.

2 Kirchgemeinde organisieren
Aufbau- und Ablauforganisation unserer Kirchgemeinde analysieren und gestalten. Strukturen und Organisation optimieren. Strategische und operative Ebenen entflechten.
Entlastung für die Kivo und Pfarrpersonen durch zeitgemässe Leitungs- und Verwaltungsstrukturen diskutieren. Möglichkeiten für anstehende Gestaltungs- und Entwicklungsprozesse evaluieren.

3 Die Kirche im gesellschaftlichen Wandel
Das Verhältnis von Tradition und Innovation wahrnehmen. Entwicklungsbedarf anpacken und sinnvolle Gestaltungs- und Veränderungsprojekte in Gang setzen und managen. Einführung ins Projekt- und Change Management. Besichtigung einer innovativen Firma in ihrem Veränderungsprozess.

4 Wir sind evangelisch reformiert
Als Kirchgemeinde in herausfordernder und bewusst reformierter Weise auch mit abstinenten und distanzierten Gemeindemitgliedern über unsere Stammgemeinde hinaus in Kontakt kommen. Alte Reizwörter „missionieren“ und „evangelisieren“ neu füllen. Ein reformiertes Profil finden – reformiert evangelisieren.
Kirchgemeinde als „Wir“ entwickeln, damit sie sich „für Andere“ öffnen kann.

5 Meine Spiritualität im Dialog mit der Kirchgemeinde
Raum schaffen für geistliche Impulse. Für unsere Entscheide neue Formen entdecken, auf Gott hören. Die gemeinsame Verantwortung für den Aufbau der Gemeinde wahrnehmen. Mit Vorhandenem einen geistlichen Raum gestalten können und konkrete Formen ausprobieren. Als Behörde daraus die Impulse in die Leitungstätigkeit einbeziehen.

6 Von der Angebotskirche zur Ermöglichungskirche
Gemeinden der Zukunft werden vermehrt vom Engagement der Freiwilligen leben. Dafür braucht es neue Rollen und Tätigkeiten für die angestellten Mitarbeitenden. Die Grundhaltung der Mitwirkung verstärken und dabei offen sein für alle Mitglieder. Freiwillige aller Altersgruppen finden, fördern und begleiten. Willkommens- und Möglichkeitskultur entwickeln.

7 Von der Vision zur Strategie
Aus der Situation, den Bedürfnissen, dem Bedarf und dem Auftrag eine Vision, Leitziele und/oder eine Strategie entwickeln. Den eigenen Auftrag und die Strategie untersuchen. Die Zukunftsorientierung und -fähigkeit verstärken.

8 Leiten und Entwickeln in der Organisation
Mitarbeitende aktiv führen und die Personalkonzepte und Rollen der Mitarbeitenden zukunftsfähig gestalten –Umgang mit Fachpersonalmangel, Belastungen und Konflikten. Das eigene Führungsverhalten und die Selbstführung reflektieren. Passende Führungs-, Förder- und Entwicklingsinstrumente kennenlernen.

9 Von der lehrenden zur lernenden Gemeinde
Den Fächer der Kirchgemeinde an Veranstaltungen, Projekten und Dienstleistungen untersuchen und das eigene Angebotsprofil zwischen „Zuwenig“ und „Zuviel“ schärfen.
Das Programmangebot der Kirchgemeinde untersuchen. Was macht uns aus? Entwicklungslinien und -möglichkeiten örtlich und regional entdecken.

10 Kommunikation der Kirchgemeinde nach aussen
Wie kommunizieren wir als Kirchgemeinde mit und in der Öffentlichkeit? Wir schauen uns unseren Auftritt an und überlegen uns, wie wir noch gezielter unsere Angebote
und Botschaft unter die Leute bringen können – inhaltlich und formal.

„Die entstanden Beziehungen unter allen Teilnehmenden aus beiden Kantonen sind wertvoll und eine neue Ressource für kommende Aufgaben in der eigenen Kirchgemeinde. Der Lehrgang ermutigt, die Kirchgemeinde aktiv zu gestalten und die einzelnen Module bieten das nötige Handwerkzeug dazu.“

Marc Steiger, Vizeprasident Kirchgemeinde Eichberg-Oberriet