Neun Studierende der Kirchenmusikschulen St.Gallen konnten am Mittwochabend ihre Diplome entgegennehmen. Als Festrednerin geladen war Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz. Ausgehend vom Mirjamlied in der Bibel sprach sie über die Bedeutung der Kirchenmusik.
(25. Juni 2026) «Die Kirchenmusikschulen des Katholischen Konfessionsteils St.Gallen und der Evangelisch-reformierten Kantonalkirche St.Gallen nehmen in der schweizerischen Bildungslandschaft eine besondere Stellung ein», sagte die höchste Reformierte des Landes, Rita Famos, im Rahmen der diesjährigen Diplomfeier in der Schutzengelkapelle St.Gallen. Als einzige Ausbildungsstätte dieser Art würden die beiden Kirchenmusikschulen berufsbegleitende kirchenmusikalische Ausbildungen auf dem Niveau der Höheren Fachschule ermöglichen. «Damit leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag für die Zukunft unserer Kirchen.»
Famos zeigte sich in ihrer Festrede überzeugt, dass Musik die Menschen auf eine Weise erreicht, wie es Worte nicht vermögen. Ausgehend vom Mirjamlied in der Bibel sprach sie über die Wichtigkeit der Kirchenmusik. «Musik öffnet die Herzen. Und wer musiziert, verkündet», so Famos. Die Zukunft der Kirche entscheide sich dort, wo Menschen spüren, dass Glaube nicht nur erklärt, sondern erlebt werden könne. Kirchenmusikerinnen und -musiker würden genau solche Räume schaffen.
Neun Studierende konnten am Mittwochabend den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung feiern und dafür Diplome entgegennehmen. Verliehen wurden solche in den Kategorien Orgel C und B, Populäre Musik C und B, sowie Kantorengesang und Singleitung C. Das «C» markiert hierbei die Basisstufe, das «B» die Aufbaustufe.
Martin Schmidt, Kirchenratspräsident der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, drückte bei der Begrüssung seine grosse Freude darüber aus, heute den besonderen Moment mit den Studierenden feiern zu können. Die musikalischen Beiträge, mit denen die Diplomübergabe bereichert wurde, würdigte er als «Visitenkarten» der verschiedenen Studiengänge.
Dem Lob und den Worten von Rita Famos und Martin Schmidt schloss sich auch Helene Agnes Hochreutener an. Die Diplomierte sprach mit Blick zu den beiden Leitern der Kirchenmusikschulen, Xoán Castiñeira von der Diözesanen Kirchenmusikschule (dkms) und Andreas Hausammann von der Evangelischen Kirchenmusikschule (ekms), von einer hohen Fachkompetenz, von der die Studierenden profitierten.
Text und Bilder: Roger Fuchs
Die Dipolomierten
Orgel C: Johanna Kühne, 7000 Chur
Orgel B: Eui-Jeong Kim Maywald, 9325 Roggwil TG; Oksana Kusmina, 8547 Glachnang; David Schmucki, 8500 Frauenfeld
Populäre Musik C: Maryna Soloviova, 9478 Azmoos
Populäre Musik B: Helena Veres, 9425 Thal; Jonas Lutzweiler, 3360 Herzogenbuchsee; Erika Kopf, 6842 Koblach AT
Kantorengesang und Singleitung C; Helene Agnes Hochreutener, St. Gallen