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Kirchenrat soll Stellen prüfen
Der Kirchenrat hat eine Personalstrategie für die kommenden zehn Jahre zu entwickeln. Diesen Auftrag überwies die Synode an der Wintersession im Kantonsratssaal in einem Postulat.
(08. Dezember 2025) „Back to the future – Zurück in die Zukunft“ lief vor genau vierzig Jahren in den Kinos. An den Film erinnerten Kirchenrätin und Kirchenrat Antje Ziegler und Sven Hopisch im Einstieg zur Wintersession der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen. Etwa der Blick zurück auf die Geburt Jesu, also auf Weihnachten, lohne sich – um gelassener nach vorne schauen zu können.
Budget mit Rückschlag
Nicht ganz so gelassen in die Zukunft schauten dann die Synodalen. Zunächst auf das Budget 2026. Der Voranschlag der Kantonalkirche sieht bei einem Aufwand von 23 Millionen einen Rückschlag von 314 000 Franken vor. Hauptgrund dafür sind verminderte Steuereinnahmen. Auch beim Fonds zum Finanzausgleich geht der Voranschlag bei einem voraussichtlichen Ertrag von 8.9 Millionen Franken von einem Rückschlag von rund einer Million aus. Diese Rückschläge bereiten der Synode zunehmend Sorgen. “Langfristig können wir nicht einfach jedes Jahr ein Defizit budgetieren“, sagte Daniel Lätsch, Synodaler aus Rapperswil-Jona. Heiner Graf, als Kirchenrat zuständig für die Finanzen, wies darauf hin, dass die Kantonalkirche noch in der Lage sei, die Rückschläge aus den Reserven zu decken. Zudem sinken die Steuereinnahmen langsamer als die Zahl der Mitglieder. Dennoch sei es wichtig, mittel- bis langfristig die Kosten zu senken. Erste personelle Anpassungen seien bereits erfolgt, etwa im Bereich der Erwachsenenbildung. Elimar Frank, ebenfalls Synodaler aus Rapperswil-Jona, erinnerte die Synode daran, dass auch das Parlament in der Pflicht stehe, die Kosten vorausschauend im Blick zu behalten. Bisher sei es – etwa bei der Bewilligung von weiteren Stellen – stets grosszügig gewesen.
Stellen überprüfen
Die Sorge um die kantonalkirchlichen Finanzen teilt auch Thierry Thurnheer in einem Postulat. Er fordert darin den Kirchenrat auf, «die bestehende Stellenstruktur und -politik der Kantonalkirche einer umfassenden Prüfung zu unterziehen, um Grundlagen für eine Personalstrategie zu schaffen, die sowohl den finanziellen Rahmenbedingungen als auch den kirchlichen Aufgaben Rechnung trägt.»
Er wolle auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass er die Arbeit der Mitarbeitenden der Kantonalkirche nicht wertschätze, sagte Thurnheer in der Eintretensdebatte zum Postulat. Dennoch glaube er, dass es wichtig sei, die Personalstrategie der Kantonalkirche zu schärfen. Die Synode folgte Thurnheers Vorstoss und überwies das Postulat mit grosser Mehrheit – auch weil der Kirchenrat sich für die Überweisung ausgesprochen hat. Letzterer hat nun ein Jahr Zeit, einen Bericht zur Personalstrategie zu verfassen. Dazu hat er die bestehenden kantonalkirchlichen Stellen bezüglich Nutzen und Dringlichkeit zu prüfen – mit Blick auf Kirchgemeinden und die Kantonalkirche.
Neben Budget und Postulat verabschiedete die Synode in erster Lesung Anpassungen des Reglements für den Dienst der Religionslehrpersonen. Diese Anpassungen ermöglichen den Lehrpersonen zukünftig auch ausserhalb des schulischen Unterrichtes kirchliche Aufgaben zu übernehmen. Schliesslich ging auch die Revision des Geschäftsreglements der Synode in zweiter Lesung glatt über die Bühne. Somit war kurz vor Mittag Sitzungsende und die Synodalen konnten ihren Blick zurück nach vorne richten – hin zu Weihnachten. kid/Ack