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Meldestelle
Wenn Sie von Gewalt betroffen sind, oder von Verletzungen der persönlichen Integrität erfahren haben, sind wir für Sie da. Wenden Sie sich an die kantonalkirchliche Meldestelle oder an die unabhängige Anlaufstelle der Opferhilfe SG-AR-AI.
Kantonalkirchliche Meldestelle
Die kantonalkirchliche Meldestelle ist gegenüber kirchlichen Leitungsinstanzen unabhängig und nicht auskunftspflichtig. Sie berät und unterstützt Personen, die von Grenzverletzungen betroffen sind oder davon Kenntnis haben. Sie ist zur Diskretion verpflichtet, steht allerdings nicht unter Schweigepflicht. Bei schwerer Gewalt muss sie innerhalb der Kirche Schutz einfordern und diskret die dafür nötigen Prozesse auslösen. Dabei achtet sie die Wünsche und Interessen der Betroffenen und richtet sich nach ihren Bedürfnissen. Die kantonalkirchliche Meldestelle unterstützt bei der Suche nach geeigneter psychologischer und juristischer Beratung.
Klaus Fischer
071 222 04 55
klaus.fischer@ref-sg.ch
Trix Gretler
071 227 05 73
trix.gretler@ref-sg.ch
Externe Anlaufstelle
Opferhilfe SG-AR-Ai
071 227 11 00
info@ohsg.ch
Website der Opferhilfe
Die Opferhilfe SG-AR-AI ist eine externe, vollkommen unabhängige Anlaufstelle. Die Opferhilfe ist eine professionelle Beratungsstelle für Personen, welche Gewalt erlebt haben. Dort stehen Sie als Opfer mit ihren individuellen Anliegen im Zentrum. Die Berater:innen stehen unter Schweigepflicht und haben zum Schutz der Opfer auch bei Offizialdelikten keine Meldepflicht. Unter Voraussetzung des Einverständnisses des Opfers kann die Opferhilfe Kontakt zur kantonalkirchlichen Meldestelle herstellen.
- Opferhilfe SG-AR-AI
071 227 11 00
info@ohsg.ch
Webseite - Kinderschutzzentrum St. Gallen
Falkensteinstrasse 84, 9006 St.Gallen
071 243 78 02
info.ksz@kispisg.ch
Webseite - Soforthilfe bei sexualisierter Gewalt
Rorschacher Strasse 95
9007 St.Gallen
071 494 94 94
Webseite - Interessensgemeinschaft für Missbrauchsbetroffene im kirchlichen Umfeld
Webseite
Eine kantonsweit tätige Kontaktgruppe bildet ein Netz von fachlich ausgewiesenen Ansprechpersonen. An sie kann man sich unter Wahrung des Beratungsgeheimnisses wenden. Sie ist da für:
- Opfer
- Beobachter/-innen
- potenzielle oder tatsächliche Täter
- bei Mobbing, emotionalen oder sexuellen Grenzverletzungen oder wenn man bei Konflikten die vorhandenen Wege nicht nutzen kann.
Die Mitglieder der Kontaktgruppe führen Erstgespräche, vermitteln wenn nötig eine Therapie und leisten Unterstützung, wenn eine Strafanzeige nötig ist. Sie arbeiten vertraulich. Die Kontaktgruppe achtet darauf, dass Opfer und Täter nie von der gleichen Person beraten werden. Mehr Infos zur Kontaktgruppe siehe Merkblatt.
Emotionale Grenzverletzungen
Wo Menschen miteinander in Kontakt kommen, sind Emotionen im Spiel. In belastenden Beziehungen können Worte und Verhaltensweisen missbräuchlich angewendet werden und das Gegenüber emotional und in seiner Würde verletzen oder abhängig machen.
Sexuelle Grenzverletzungen
Sexuelle Grenzverletzungen liegen vor, wenn kirchliche Mitarbeitende (Angestellte, Ehrenamtliche oder Freiwillige) ihr Amt oder ihre Position ausnützen, um eigene sexuelle Bedürfnisse oder Machtwünsche auszuleben. Jede von der betroffenen Person erlebte Verletzung der Intimsphäre und jede Form der Abwertung gelten dabei als sexuelle Gewalt, beispielsweise anzügliche Bemerkungen, unerwünschte Körperkontakte sowie sexistische Botschaften oder Bilder via elektronische Kanäle.
Betroffen von Konflikten
Viele Konflikte in Kirchgemeinden lassen sich mit den in der Kirche dafür vorgesehenen Wegen und Zuständigkeiten lösen. Wenn Konflikte aber destruktiv oder emotionalisiert sind, ist eine konstruktive Lösung oft nicht mehr möglich. Es kann zudem sein, dass Ihnen die vorgesehenen Wege nicht offen stehen, dass Sie sich trotz entsprechender Beratung in Ihrer Persönlichkeit stark eingeschränkt fühlen oder dass Sie als Unbeteiligte/-r von einem Konflikt anderer stark betroffen sind.
Mobbing
Unter Mobbing versteht man länger andauernden Psychoterror von einer Gruppe von Kollegen/-innen und/oder Vorgesetzten zum Beispiel in der Schule oder am Arbeitsplatz gegenüber einer einzelnen Person. Mobbing unterscheidet sich von Arbeitsplatzkonflikten dadurch, dass eine einzelne Person ausgegrenzt wird.