Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St.Gallen

«Willkommen, unsere Türen sind offen». Dies gilt für fast alle reformierten Kirchen im Kanton St.Gallen. Gleiches gilt auch, wenn Sie ein Anliegen an uns haben. Wenden Sie sich an Ihre Kirchgemeinde.

Oder Sie setzen sich direkt mit der Kantonalkirche, also der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, in Verbindung. Sie finden uns am Oberen Graben 31 in 9000 St.Gallen. Erreichbar sind wir in der Regel werktags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr unter 071 227 05 00 oder per Mail unter info@ref-sg.ch.

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Darum sind die Kirchen für das bisherige Modell

Die zunehmende Vielfalt an Religionen und Weltanschauungen in unserer Gesellschaft erfordert sorgfältige ethische und religionsbezogene Bildung für alle Schülerinnen und Schüler. Im Pflichtfach Ethik Religionen Gemeinschaft (ERG) soll dies geschehen können. Deshalb treten die Kirchen für das bisherige Modell ERG Schule und ERG Kirchen ein.

1. Wahlmöglichkeit zwischen ERG Schule und ERG Kirchen

Erziehungsberechtigte haben die Wahl, ob ihr Kind von einer kirchlichen Fachlehrperson unterrichtet wird oder von einer schulischen Lehrperson. Etwa die Hälfte der Erziehungsberechtigten haben sich für die kirchliche Fachlehrperson entschieden.
Diese Fachlehrpersonen der Kirchen sind speziell im Hinblick auf das Vermitteln von ethischen Werten und religionsbezogenen Inhalten geschult. Ihre christliche Perspektive bereichert den Blick auf die anderen Religionen und Weltanschauungen. Das reflektierte Bewusstsein der eigenen Werte ermöglicht einen toleranten Umgang auch mit „fremden“ Werten, Kulturen und Traditionen und fördert die Dialog- und Gemeinschaftsfähigkeit.
Die Kirchen haben für ERG Kirchen einen Lehrplan erarbeitet, der unter www.erg-ru.ch für jeden einsehbar ist. Damit sind die Inhalte von ERG Kirchen für alle transparent.

2. Gemeinschafts-Themen werden in der Primarschule im Klassenverband unterrichtet

Anders als oft angenommen, gehört der Bereich „Gemeinschaft“ in der Primarschule nicht zum Fach ERG, sondern zum Fach NMG, das im Klassenverband unterrichtet wird. Der Klassenverband wird also für „G“ nicht aufgeteilt.

3. Gelebte Praxis in 80 von 92 Schulgemeinden

Die Volksschule im Kanton St. Gallen besteht aus 92 Schulgemeinden. Lediglich an zwölf Orten wird derzeit entweder nur ERG Schule oder nur ERG Kirchen unterrichtet. Somit wird grossmehrheitlich das Fach ERG in den beiden vorgesehenen Varianten durchgeführt. Die Organisation des Wahlpflichtfachs ist also möglich.
In der Oberstufe ist die Zweispurigkeit nicht neu. Sie wurde jahrelang mit RU und Ethik schon praktiziert.

4. Die Kirchen tragen ihren Anteil der Kosten

Zwei Varianten eines Faches anzubieten kostet. Fachlehrpersonen für ERG Kirchen werden von den Kirchen bezahlt.

5. Kleinere Klassen erhöhen den Lernerfolg

Durch die Aufteilung von ERG in ERG Schule und ERG Kirchen ergeben sich kleinere Lerngruppen. Für die Vermittlung der vorgesehenen Kompetenzen ist dies vorteilhaft.

6. Kooperation zum Wohle der Schülerinnen und Schüler

Eltern müssen gut informiert werden, wenn ihr Kind in die 3. Klasse kommt. Die Organisation des Stundenplans ist anspruchsvoll. Absprachen zwischen Schulen und Kirchen sind nötig. An vielen Orten geschieht dies in partnerschaftlicher Kooperation. Für allenfalls erforderliche organisatorische Anpassungen sind die Kirchen stets gesprächsbereit, sie haben auch wiederholt konstruktive Vorschläge vorgelegt.

Darum stehen die Kirchen zu dem 2017 eingeführten Wahlpflichtfach ERG Schule und ERG Kirchen.