Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St.Gallen

«Willkommen, unsere Türen sind offen». Dies gilt für fast alle reformierten Kirchen im Kanton St.Gallen. Gleiches gilt auch, wenn Sie ein Anliegen an uns haben. Wenden Sie sich an Ihre Kirchgemeinde.

Oder Sie setzen sich direkt mit der Kantonalkirche, also der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, in Verbindung. Sie finden uns am Oberen Graben 31 in 9000 St.Gallen. Erreichbar sind wir in der Regel werktags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr unter 071 227 05 00 oder per Mail unter info@ref-sg.ch.

Schliessen

Solidarität mit der Ukraine

Wir sind alle erschüttert über das, was in der Ukraine passiert. Das Bedürfnis zu helfen ist gross. Hier finden Sie Informationen, wie wir als Einzelne und als Kirchgemeinden aktiv werden können.

Auf dieser Seite möchten wir laufend informieren, was in den und für die Kirchgemeinden im Kanton St.Gallen läuft. Helfen Sie anderen Kirchgemeinden, indem Sie uns Ihre Veranstaltungen, Aktionen, Materialien usw. melden: weltweite-kirche@ref-sg.ch.

 

Aktuelle Lage in der Schweiz

Der Bundesrat möchte Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine unkompliziert aufnehmen. Ukrainerinnen und Ukrainer können sich bereits jetzt ohne Visa 90 Tage in der Schweiz aufhalten. Darüber hinaus hat der Bundesrat am 11. März entschieden, dass Schutzsuchende aus der Ukraine, die ihre Heimat wegen des Kriegs verlassen mussten, in der Schweiz den Schutzstatus S erhalten. Damit erhalten die Geflüchteten rasch ein Aufenthaltsrecht, ohne dass sie ein ordentliches Asylverfahren durchlaufen müssen. Mehr Infos hier

Ebenfalls werden auf der Website der Sozialdirektoren SoDK informative Hinweise zur Ukraine-Krise gegeben.

Das Staatssekretariat für Migration SEM hat zur Zusammenarbeit von Bund, Kantonen, Gemeinden, Privaten und NGOs ein Faktenblatt erstellt. Sie finden es hier zum Herunterladen, ebenso ein Statement von christlichen Organisationen und Kirchen zur Lage in der Ukraine (auf Englisch).

Finanzielle Unterstützung

Spenden hilft. Wir empfehlen, nicht nur an Direktbetroffene zu spenden, sondern auch an jene zu denken, die weltweit unter den Folgen des Krieges zu leiden haben.

Wir empfehlen besonders folgende Organisationen:

Das Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz HEKS hat eine humanitäre Hilfe in der Höhe von 2 Millionen Franken gestartet, mit der auch die Menschen unterstützt werden, die aus der Ukraine in die Nachbarländer sowie in die Schweiz fliehen. Kirchgemeinden können mit Kollekten für die HEKS-Nothilfe in der Ukraine sammeln. Das HEKS kann damit auch Gelder der Glückskette beanspruchen, sodass Ihre Hilfe vervielfacht wird.

Die Dürresituation in Ostafrika wurde durch den Ukrainekrieg weiter massiv verschärft. Die Preise für Grundnahrungsmittel sind seit Kriegsbeginn in Ostafrika in die Höhe geschossen. Zusätzlich hat die Solidaritätswelle mit der Ukraine dazu geführt, dass sowohl die HEKS-Projekte in Äthiopien, aber auch der Nothilfeaufruf für den Libanon aus dem Fokus gedrängt wurden. Diese Projekte sind daher im Moment besonders auf Unterstützung angewiesen:

Nothilfe Äthiopien: Dürre in Ostafrika | HEKS

Nothilfe Libanon: Nothilfe Libanon | HEKS

 

G2W - Ökumenisches Forum für Glauben, Religion und Gesellschaft in Ost und West

G2W unterstützt Flüchtlinge in Ungarn und Polen (sonst v.a. in Russland tätig). Gemeinsam mit Diakonie Polen werden z.B. evangelische Kirchgemeinden unterstützt, die Flüchtlingen helfen.

 

Medair leistet vor Ort Nothilfe für die Vertriebenen und aufnehmende Gastgemeinschaften in den Bereichen medizinische Grundversorgung, Psychosoziale Erste Hilfe und Nothilfegüter. Die Organisation ist auch in Ländern wie Libanon, Jordanien, Jemen, Syrien und einigen afrikanischen und asiatischen Ländern, die stark von den Auswirkungen des Krieges betroffen sind. Medair setzt sich nebst Nothilfe stark in den Bereichen Wasser und Hygiene sowie Gesundheitsversorgung (physisch und psychisch) ein.

 

Weitere Vorschläge für die Kollektenverteilung für vom Ukrainekrieg betroffene Länder:

Community Association SOARTA: kirchliche Organisation, unterstützt Flüchtlinge in Ukraines Nachbarland Moldawien (bei Interesse bitte melden).

 

Praktische Unterstützung / Hilfsgüter

Grundsätzlich ist die Abwicklung von Sachspenden sehr zeitintensiv, der Transport teuer und die Logistik aufwändig. Sinnvoller sind Geldspenden (siehe oben). Damit können benötigte Güter vor Ort bedarfsgerecht und erst noch günstiger beschafft werden, und gleichzeitig wird damit die lokale Wirtschaft unterstützt.

Eine professionelle Sammlung bietet  GAiN an: Das Globale Netzwerk von GAiN ermöglicht rasche Hilfe. Ziel sind 40 Hilfsgütertransporte für die lokalen GAiN-Partner in Polen, Rumänien, der Republik Moldau und Ungarn.

Was gebraucht wird:

  • Finanzen für die Transporte
  • Sachspenden:
    • Schlafsäcke
    • Wolldecken
    • Firmenspenden (Essen/Getränke)
    • Hygiene-Pakete

Wie, was und wo gesammelt wird (Sammelstellen in der Ostschweiz: Diepoldsau SG, Sirnach TG, Gossau ZH)

 

In St. Gallen gibt es folgende Sammlung:

Die rumänisch-orthodoxe Kirche in St. Gallen organisiert regelmässig Transporte mit Hilfsgütern für die Flüchtlinge in der Ukraine. Aus St. Gallen werden die Güter ins Sammellager des Erzbistum Suceva nach Radauti gebracht. Von dort fahren täglich mehrere Mönche über die ukrainische Grenze nach Czernowitz, um die Menschen dort mit dem Nötigsten zu versorgen.

Gesucht sind zurzeit (kann sich in den folgenden Wochen ändern):

  • Lebensmittel für Kleinkinder und Babys (Aptamil, ...)
  • Windeln
  • Warme Babykleider
  • Winterkleidung (Skijacken, grundsätzlich alles was wärmt)
  • Trockennahrung
  • Kissen, Decken, kleine Handtücher

Bitte Kontakt aufnehmen mit P. Mihail Adam, 078 727 99 32, preot@biserica-stgallen.ch

 

In Salez sammelt der Verein Humanitäre Nothilfe Ukraine. Infos gibt es in folgendem Zeitungsartikel:

Geflüchtete aufnehmen

Kirchgemeinden helfen am besten, indem sie Treffpunkte und Austauschmöglichkeiten organisieren, sobald die ersten Geflüchteten im Ort eingetroffen sind.

Viele Privatpersonen und Kirchgemeinden machen sich Gedanken, ob und wie sie Geflüchtete bei sich aufnehmen könnten, um so Hilfe zu leisten. Gesucht werden v.a. noch ganze Wohnungen und Häuser.

Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS beteiligt sich in Zusammenarbeit mit dem SEM, der SFH und anderen an der Suche nach Gruppenunterkünften (v.a. für ukrainische Heimkinder). Sie ruft dazu auf, geeignete Unterkünfte auf einer dafür erstellten Erfassungsmaske einzutragen.

Zu den meisten Themen rund um asylrechtliche und unterbringungs-technische Fragen finden sich auf der Webseite der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH)  verlässliche und gut aufbereitete Informationen. Wer eine private Unterkunft anbieten oder sich als Gastfamilie zur Verfügung stellen möchte oder sich mit asylrechtlichen und verfahrenstechnischen Dingen vertraut machen möchte, geht vorzugsweise über die Seite der SFH. Wichtige Direktlinks:  

  1. Allgemeine Info-Seite über aktuelle fluchtspezifische Entwicklungen in der Ukraine, wichtige Informationen für Schutzsuchende in der Schweiz sowie zum Gastfamilienprojekt der SFH (die Seite wird laufend aktualisiert).
  2. Informationen für jene, die gerne eine Privatunterkunft für ukrainische Flüchtlinge zur Verfügung stellen möchten oder Fragen dazu haben.
  3. Empfehlungen für die Hilfe auf lokaler Ebene.

Wir nehmen gerne lokale Informationen entgegen, um sie hier zu platzieren.

Veranstaltungen und Aktionen

Gerne listen wir hier Aktionen auf, die in Ihrer Kirchgemeinde stattfinden. Die Sammlung soll der Übersicht über die Aktivitäten im ganzen Kanton dienen - und der gegenseitigen Inspiration. Zum Nachmachen, zum Mutmachen.

In vielen Kirchgemeinden ist die Frage aufgekommen, wie die Geflüchteten geistlich/seelsorglich begleitet werden können. Die EKS veranstaltet dazu einen Online-Impulsanlass mit Mitwirkung von verschiedenen Fachpersonen und orthodoxen Geistlichen am 8. April um 17.30 Uhr (Anmeldung bis 5. April). Nähere Informationen gibt es in der unten angehängten Einladung "impulsanlass_zoom_de"".

Für Ukrainische Flüchtlinge wird jeden 2. und 4. Sonntag des Monats um 14.00 Uhr in der Kirche St. Otmar an der Grenzstrasse 10 in St. Gallen einen Ukrainischen Gottesdienst nach dem julianischen Kalender nach byzantinischem Ritus gefeiert.

Das Stattkloster in der Kirche St. Mangen in St.Gallen hat eine "Klagemauer" aufgebaut. Hier können Kerzen angezündet und Klagen, Bitten, Trauer und Angst, aber auch Hoffnung und Dank, auf kleine Zettel geschrieben und in die Ritzen der Mauer gesteckt werden. Damit knüpft das Stattkloster an die Tradition der Klagemauer in Jerusalem an. «Beten, Bitten und Klagen befreien nicht nur die Seele, sondern stärken uns im Miteinander, weil wir uns mit Gott und den Menschen verbinden», schreibt das Stattkloster in seiner Mitteilung. Die Kirchgemeinden der Stadt St.Gallen laden zudem wöchentlich zum Gebet.

Die Kirchgemeinde Rapperswil-Jona hat im Garten des Evangelischen Zentrums ein begehbares Labyrinth geschaffen – samt Friedenstaube und Gebetsaufruf. Die Gemeinde lädt ein sich auf den Weg zu machen: «Das Leben ist ein beständiges Gehen im Labyrinth. Ankommen und Aufbrechen. Zur Mitte finden und sie wieder verlassen.»

Auch in zahlreichen weiteren Gemeinden finden Friedensgebete statt: Etwa in Flawil stets am Sonntag um 17 Uhr, einmal in der reformierten Kirche, einmal in der katholischen und am folgenden Sonntag in der methodistischen. In Sennwald findet jeweils am Montag um 18.30 Uhr ein Friedensgebet statt, Ebnat-Kappel lädt – vorläufig bis zu Ostern – jeden Dienstag zum Gebet und Goldach und Weesen-Amden treffen sich jeden Mittwoch.

Materialien für Gottesdienste und Besinnungen
Hilfreiche Tools

Eine hilfreiche Website, die informiert, wie man Ukrainer in der Osterzeit begleiten kann, findet man beim Konfessionskundlichem Institut.
Ebenfalls finden sich auf dem Merkblatt Geistliche Begleitung von ukrainischen Geflüchteten der EKS wertvolle Hinweise für den seelsorgerlichen Umgang.

Wer sich mit Ukrainerinnen und Ukrainern unterhalten möchte, kann dies mit Hilfe folgender Sprachkarten oder anhand verschiedener Einstiegslektionen in die ukrainische Sprache. Der Wortschatz ist in verschiedene Themenbereiche und Lektionen unterteilt und wird nicht nur geschrieben (ukrainisch und Umschrift), sondern auch ausgesprochen.

Info-Line für Geflüchtete auf Ukrainisch und Russisch
Die mehrsprachige Info-Line für Geflüchtete der Asyl-Organisation Zürich (AOZ) beantwortet neu Fragen zur Ankunft und zur aktuellen Situation im Kanton Zürich auch auf Ukrainisch und Russisch per Telefon, SMS oder WhatsApp.
Telefon, SMS oder WhatsApp
+41 79 942 62 59

EKS-Merkblatt geistliche Begleitung ukrainischer Geflüchteter

Mit Kindern und Jugendlichen über den Krieg reden
Medienmitteilungen
Impressionen von vergangenen Friedensaktionen
"Klagemauer" in der St. Mangen-Kirche
Lichtermeer vor der St. Laurenzenkirche
Glocken läuteten in der ganzen Stadt zugleich am Mittwoch, 9. März