Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St.Gallen

«Willkommen, unsere Türen sind offen». Dies gilt für fast alle reformierten Kirchen im Kanton St.Gallen. Gleiches gilt auch, wenn Sie ein Anliegen an uns haben. Wenden Sie sich an Ihre Kirchgemeinde.

Oder Sie setzen sich direkt mit der Kantonalkirche, also der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, in Verbindung. Sie finden uns am Oberen Graben 31 in 9000 St.Gallen. Erreichbar sind wir in der Regel werktags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr unter 071 227 05 00 oder per Mail unter info@ref-sg.ch.

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Kivo-Tagung 2020: Zum Hinhören und -sehen

“Da war doch was – das uns trägt in unseren Entscheidungen” lautete das Thema der diesjährigen Kivo-Tagung. Es hat getragen und trägt weiter.

Sollen wir es wagen? Können wir es verantworten? Diese Frage und das Wie beschäftigte uns in den letzten Wochen stark. Schliesslich wagten wir es: Die Kantonale Kivo-Tagung fand statt.

Mehr als der Veloständer

Das Hin und Her zur Durchführung ist ein Paradebeispiel. In kirchlichen Gremien gibt es stets viel zu besprechen. Wohin mit dem Veloständer? Welche Farbe beim neuen Anstrich? Wie soll der Flyer aussehen? Dabei rutschen schnell einmal die wirklichen Inhalte in den Hintergrund. Was trägt uns? Was ist unsere Botschaft? Was glauben wir eigentlich?
Martin Schmidt und Carl Boetschi führten in einem Dialog an das Tagesthema heran. Der erfrischende Moderator Felix Unholz verstand es anschliessend, den Podiumsteilnehmenden Antworten zu entlocken, die sonst erst bei einem Bier oder einem längeren Gespräch zu hören sind.
In zehn Workshops ging es schliesslich darum, Worte und Räume für das Geistliche zu finden. Die Stimmung war aufatmend; leicht getrübt von einem kleinen Schleier der Besorgnis, der atmosphärisch mal auftauchte.

Auf gutem Boden

Wir haben es gewagt, miteinander ins Gespräch zu kommen, miteinander zu essen und uns der Musik von Andreas Korsch hinzugeben. “Da war doch was, das uns trägt”, trug uns über den ganzen Tag und es tat gut, die Zusammengehörigkeit zu spüren, sich gegenseitig zu ermutigen. Ralph Kunz; Theologieprofessor an der Uni Zürich, drückte es etwa so aus: «Wir stehen unter offenem Himmel auf einem guten Boden». Marianne Schnyder betonte die Wichtigkeit des Miteinanders - beim Gestalten und Hinhören und Enzo Fuschini erzählte von zerschlissenen und praktisch neuen Bibeln.
Ganz konkret wurde es bei der Frage nach dem Einbezug aller Generationen. Welche Haltung braucht es, damit auch jüngere Menschen bereit sind zu partizipieren? Wie ticken die und was erwarten sie, wenn sie mitwirken möchten. Mit Felix Unholz, Samantha de Keijzer, neuen jungen Kivo-Mitgliedern, Filippo Cataldi, der fotografierte, und dem jungen Techniker, war es ein ermutigendes Bild, das uns hoffentlich auch in Zukunft prägt. Kirche ist ein Miteinander von Jüngeren und Älteren, von diversen Glaubenszugängen, von Ideen für die Räume, wo Austausch und gemeinsames Tun entstehen kann. Die sechzig Teilnehmenden aus den Kirchenvorsteherschaften werden gewiss Ideen in die Kirchgemeinden zurücktragen.

Für alle, die nicht dabei waren, kann das Podiumsgespräch «nachgeschaut» werden. Ebenso sind Impressionen zu sehen.

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