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Bischof Beat - herzliche Gratulation zur Wahl!
Der neue Bischof des Bistums St.Gallen ist gewählt. Martin Schmidt, Präsident des Kirchenrates, freut sich im Namen der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen über die Wahl von Beat Grögli. Folgend sein Grusswort zur Wahl.
Lieber Bischof Beat
Zuerst möchte ich Dir als Präsident des Kirchenrates der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen einfach unserer Freude über deine Wahl Ausdruck geben. Gemeinsam mit euch haben wir uns in Geduld geübt und wissen nun, mit wem wir als Bischof ökumenisch weitergehen dürfen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dir. Ich darf dir auch die Grüsse der EKS, der Evangelischen Kirche Schweiz, und ihrer Präsidentin Rita Famos überbringen. Sie freut sich auf die Zusammenarbeit mit Dir, etwa in der Bischofskonferenz.
Lieber Bischof Beat, wir haben bereits in vielen Bereichen miteinander gearbeitet. Dabei haben wir immer wieder erfahren, wie wir gemeinsam stärker sind. Vor allem auch gegenüber dem Kanton und den staatlichen Behörden sind wir oft gemeinsam unterwegs. Ich erwähne dabei die Seelsorge an den Institutionen, den Religionsunterricht, den Kirchlichen Sozialdienst an den Berufsschulen oder der Kirchenmusikschule. Dies ist sicher auch dem Umstand geschuldet, dass hier bei uns der Kanton St. Gallen, das Bistum und die Kantonalkirche deckungsgleich sind, auch wenn Bischof Markus immer darauf hingewiesen hat, dass der Bischof von St. Gallen auch noch Apostolischer Administrator der beiden Appenzell ist.
Als die Umfrage auch zu uns als Kirchenrat kam, welchen Bischof wir wünschen, haben wir das zuerst für eine Scherz gehalten; dann haben wir realisiert, dass dies auch für uns eine wichtige Frage ist. Wir wünschen uns einen Bischof, der die Ökumene lebt - weil es ihm ein ehrliches Anliegen ist. Das spüren wir bei Dir, lieber Bischof Beat. Wir wünschen uns einen Bischof, der die Reformierte Kirche als vollwertige Kirche anerkennt und nicht nur als kirchliche Gemeinschaft. Auch dies haben wir bei deinem Vorgänger und bei Dir bereits erlebt und hoffen, dass wir uns auf Augenhöhe begegnen.
Natürlich gibt es auch unterschiedliche Meinungen und theologische Positionen, aber die gibt es auch innerhalb der eigenen Konfession. Die Gesellschaft erwartet von uns ein starkes gemeinsames christliches Zeichen der Hoffnung und Zuversicht in einer schwierigen Zeit. Und wenn wir uns das Leben zwischen den Konfessionen selbst schwer machen, dann ist das für viele wenig verständlich. Von daher bin ich zuversichtlich, dass wir gemeinsam unterwegs sind, weil wir es den Menschen schuldig sind und weil wir es mit Überzeugung und von Herzen wünschen und verfolgen.
Wir beide wissen, dass die Kirchen derzeit auch mit vielen nachvollziehbaren negativen Schlagzeilen konfrontiert sind. Umso mehr gilt es ein gemeinsames Zeichen des Aufbruchs und der Erneuerung in die Welt zu senden. Die grosse mediale Aufmerksamkeit – das sage ich sogar als Reformierter – die Papst Franziskus beim Abschied und Papst Leo bei seiner Wahl zu Teil wurde, zeigt, wir sind da. Selbst wenn in den Medien immer wieder das Bild der leeren Kirchenbänke gezeigt wird. Die Menschen haben eine Hoffnung und eine Sehnsucht, die wir gemeinsam mit der christlichen Botschaft stillen wollen.
So freue ich mich auf den gemeinsamen Weg mit dir und - so wie ich informiert bin - wird die Bischofsweihe als ökumenisches Zeichen erneut in die St.Laurenzenkirche übertragen, woanders möglicherweise eine Besonderheit für uns in St. Gallen fast schon eine Selbstverständlichkeit.
Unsere Kantonalkirche möchte eine Kirche „nahe bei Gott – nahe bei den Menschen“ sein. So sagt es unser Leitwort. Und so wünsche ich jetzt dir, lieber Bischof Beat, dass du ein Bischof sein darfst „nahe bei Gott – nahe bei den Menschen“.
Gott segne dich und deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Pfr. Martin Schmidt, Kirchenratspräsident
St.Gallen, 22. Mai 2025