Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St.Gallen

«Willkommen, unsere Türen sind offen». Dies gilt für fast alle reformierten Kirchen im Kanton St.Gallen. Gleiches gilt auch, wenn Sie ein Anliegen an uns haben. Wenden Sie sich an Ihre Kirchgemeinde.

Oder Sie setzen sich direkt mit der Kantonalkirche, also der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, in Verbindung. Sie finden uns am Oberen Graben 31 in 9000 St.Gallen. Erreichbar sind wir in der Regel werktags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr unter 071 227 05 00 oder per Mail unter info@ref-sg.ch.

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Bis Ostern ohne Make-Up

Für 40 Tage das Smartphone in den Schrank, kein Make-Up, nicht über die Kollegen lästern. Viele junge Erwachsene aus dem Kanton St. Gallen verzichten während der Fastenzeit auf etwas. Die Vorsätze, worauf sie verzichten wollen, sind vielfältig.

Über 1200 junge Erwachsene haben bis heute an der Fastenaktion «40 Tage ohne» von der Evangelisch-reformierten Kirche und dem Bistum St.Gallen mitgemacht. Eine von ihnen ist Carla Pighi. Sie hat letztes Jahr zum ersten Mal teilgenommen und sich während 40 Tagen nicht geschminkt. «Ich war so ans tägliche Make-Up gewohnt, dass es für mich zu Beginn ein seltsames Gefühl war, keines aufzutragen». Doch mit der Zeit wurde der natürliche Teint selbst für sie wieder zum Alltag. Schliesslich habe ihr der Vorsatz sogar geholfen, ihrer Haut etwas Gutes zu tun. «Ich finde die Aktion eine gute Gelegenheit, mich mit meinem Konsumverhalten auseinanderzusetzen», sagt die 24-Jährige.

Bereits haben sich rund hundert junge Erwachsene für die diesjährige Aktion angemeldet. Viele waren schon im vergangenen Jahr dabei und einige lassen es nicht nur bei einem Verzicht, sondern stellen sich gleich mehreren Herausforderungen. Auffallend viele verzichten auf moderne Technik wie das Smartphone oder Social Media. Ihre Rückmeldungen zeigen, dass sie dies als ein Auftauchen aus der Flut von Informationen empfinden. Beliebt ist zudem, auf negatives Verhalten wie Lästern oder Tratschen zu verzichten - auch auf Selbstvorwürfe, den Gebrauch der Kreditkarte, lesen beim Essen oder Gruselromane.

«Für uns ist es spannend, was die jungen Leute bei der Anmeldung als Verzicht angeben», sagt Rachel Fischer, Projektleiterin von «40 Tage ohne». «Damit zeigen junge Erwachsene, was sie im Alltag als Einschränkung erleben oder was sie einfach auch einmal ausprobieren wollen».

Ziel der Aktion ist es, neue Erfahrungen zu machen. «Früchte halfen mir beim Verzicht auf Süsses», so die Strategie eines Teilnehmers im letzten Jahr. Einigen wird ihr Konsumverhalten bewusster, andere bleiben gar dauerhaft beim Verzicht.

Nach dem Verzicht nahm Carla Pighi die neuen Erkenntnisse mit in ihren Alltag. «Ich entscheide mich heute bewusster für oder gegen das Auftragen von Make-Up. In der Freizeit verzichte ich öfters darauf.»

Infos und Anmeldung zur Aktion unter: 40-tage-ohne.ch

www.40-tage-ohne.ch

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