Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St.Gallen

«Willkommen, unsere Türen sind offen». Dies gilt für fast alle reformierten Kirchen im Kanton St.Gallen. Gleiches gilt auch, wenn Sie ein Anliegen an uns haben. Wenden Sie sich an Ihre Kirchgemeinde.

Oder Sie setzen sich direkt mit der Kantonalkirche, also der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, in Verbindung. Sie finden uns am Oberen Graben 31 in 9000 St.Gallen. Erreichbar sind wir in der Regel werktags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr unter 071 227 05 00 oder per Mail unter info@ref-sg.ch.

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Pfarrerin oder Pfarrer werden.

Wer Menschen gerne in freudigen Augenblicken begleitet und in schweren Momenten beisteht, ist im Pfarrberuf richtig. Nebst der Seelsorge nimmt eine Pfarrerin oder ein Pfarrer viele weitere Aufgaben in einer Kirchgemeinde wahr: Gottesdienste gestalten, soziale Aktivitäten leiten, Mitarbeitende betreuen oder Religionsunterricht erteilen.

Zudem besteht die Möglichkeit, sich auf ein bestimmtes Gebiet zu spezialisieren: So arbeiten viele ausgebildete Pfarrpersonen mit Jugendlichen zusammen, oder sind als Seelsorgerin oder Seelsorger in Gefängnissen oder Spitälern tätig.

Voraussetzungen und Ausbildungen

Wer Pfarrerin oder Pfarrer werden will, muss Mitglied der evangelisch-reformierten Kirche sein und an einer Theologischen Fakultät studieren (in der Schweiz in Zürich, Bern oder Basel). Dazu ist ein Maturitätsabschluss nötig oder – wer ein Berufsdiplom besitzt – der Abschluss der Kirchlich-Theologischen Schule KTS, welches in zwei Jahren gezielt auf das Theologiestudium vorbereitet. Das Theologiestudium dauert ca. 6 Jahre und beinhaltet nebst biblisch-historischen und praktischen Inhalten wie Predigtlehre und Seelsorge auch alte Sprachen (Latein, Griechisch, Hebräisch).

Für alle, die bereits den Master einer anderen Studienrichtung besitzen, besteht mit «Quest» ein spezielles Theologiestudium für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger.

Wer den Master in Theologie in der Tasche hat, absolviert anschliessend ein einjähriges Praktikum in einer Kirchgemeinde, das «Vikariat». Dies ist Voraussetzung für die Wahlfähigkeit durch das Konkordat und die Ordination durch die Heimatkirche. Damit ist der Weg offen, um ein Gemeinde- oder Spezialpfarramt zu übernehmen.

«Eine Stärke des Pfarrfberufs ist, dass man mit unterschiedlichen Menschen in ganz verschiedenen Situationen zu tun hat: während der Taufe, im Religionsunterricht, bei einer Beerdigung oder bei Anlässen draussen in der Natur. Ich schätze diese Vielfalt an Begegnungen und bekomme viel von den Menschen zurück, mit denen ich zu tun habe – ob bei der Seelsorge, im Gottesdienst oder bei Projekten, wo man etwas gemeinsam auf die Beine stellt.

Als Pfarrer kann ich viele eigene Ideen verwirklichen und habe eine grosse Freiheit in der Zeiteinteilung. Bei all dem ist zentral: Ich kann für etwas arbeiten, das mich begeistert.»

Patrick Marchlewitz, Pfarrer in der Kirchgemeinde Rorschach