Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St.Gallen

«Willkommen, unsere Türen sind offen». Dies gilt für fast alle reformierten Kirchen im Kanton St.Gallen. Gleiches gilt auch, wenn Sie ein Anliegen an uns haben. Wenden Sie sich an Ihre Kirchgemeinde.

Oder Sie setzen sich direkt mit der Kantonalkirche, also der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, in Verbindung. Sie finden uns am Oberen Graben 31 in 9000 St.Gallen. Erreichbar sind wir in der Regel werktags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr unter 071 227 05 00 oder per Mail unter info@ref-sg.ch.

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Sozialdiakonin oder Sozialdiakon werden

Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone sind für Menschen in persönlichen Krisen und schwierigen Lebenslagen da. Im Berufsalltag ist viel Kreativität gefragt: Es wollen Hilfsangebote für unterschiedliche Bedürfnisse gestaltet und betreut werden.

Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone haben es in ihrem Arbeitsalltag mit existentiellen Fragen und Nöten zu tun. Die berufliche Belastung kann entsprechend sehr hoch sein - dagegen verfügt man auch über die Chance, im Leben einzelner Menschen einen wirklichen Unterschied zu machen. Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone arbeiten in ganz unterschiedlichen Kontexten. Ihre Beratung ist beispielsweise auch im kirchlichen Sozialdienst der Berufsschulen im Kanton St. Gallen gefragt.

Voraussetzungen

Wer in der St. Galler Kirche als Sozialdiakonin oder Sozialdiakon arbeiten will, braucht einen sozialfachlichen Abschluss (z. B. Sozialarbeit, Sozialpädagogik, sozio-kulturelle Animation, Gemeinwesenarbeit) an einer Fachhochschule oder Höheren Fachschule sowie kirchlich-theologische Kompetenzen. Unten sind drei mögliche Ausbildungsstätten aufgeführt. Die Vorgaben werden von der «Diakonie Schweiz», der nationalen Dachorganisation für Diakonie der reformierten Landeskirchen, festgelegt. Voraussetzung ist zudem die Mitgliedschaft bei einer der Landeskirchen.

Über ausserordentliche Wahlfähigkeiten entscheidet die Überprüfungskommission von «Diakonie Schweiz».

Der Kirchenrat kann Personen, die für ihre Wahlfähigkeit noch zusätzliche Qualifikationen erwerben müssen, eine zeitlich befristete Wählbarkeit erteilen.

 

Ausbildungsmöglichkeiten

Studium der Gemeindeanimation am der HF Kirche und Soziales

Wer das Studium antreten will, muss mindestens 20-jährig sein und einer christlichen Kirche angehören. Voraussetzungen sind weiter die abgeschlossene Volksschule, der Abschluss einer 3-jährigen Berufslehre oder ein Mittelschulabschluss, mindestens ein Jahr Praxiserfahrung sowie die bestandene Eignungsabklärung vor Ort.

Das vierjährige berufsbegleitende Studium Gemeindeanimation HF umfasst Unterricht und eine 50%-Anstellung (Status «in Ausbildung») im gemeindeanimatorischen Berufsfeld. Wer ein Zusatzmodul belegt, kann sich zusätzlich die kirchlich-theologischen Kompetenzen aneignen.

Das Studium wird abgeschlossen mit dem staatlich geschützten Titel «dipl. Gemeindeanimatorin HF bzw. dipl. Gemeindeanimator HF».

Studium der Sozialen Arbeit an der FHS St. Gallen

Um das Studium antreten zu können, ist ein formaler Bildungsnachweis nötig (z.B. Berufsmaturität, Fachmaturität, gymnasiale Maturität, Lehrdiplom, Diplom 3-jährige Höhere Fachschule), 6 Monate Erfahrung in der Arbeitswelt bei einem Beschäftigungsgrad von mindestens 50% sowie ein soziales Vorpraktikum während 6 Monaten bei einem Beschäftigungsgrad von mindestens 50%. Voraussetzung ist zudem die bestandene Eignungsabklärung zur Zulassung am Studium.

Eckdaten zum Studium:

  • Mindestens 6 Semester bei Vollzeitstudium
  • Mindestens 8 Semester bei Teilzeitstudium plus Anstellung von mindestens 60%
  • 6-monatiges Praktikum in sozialer Arbeit im Vollstudium

Das Studium wird abgeschlossen mit einem Bachelor in Sozialer Arbeit FHS.

Studium der Gemeindeanimation an der HF Curaviva

Wer das Studium an der Curaviva HF für Gemeindeanimation Luzern aufnehmen will, braucht eine abgeschlossene Berufslehre (EFZ) oder einen gleichwertigen Abschluss (z. B. Matura). Personen mit rein schulischer Vorbildung benötigen mindestens ein Jahr Berufserfahrung. Voraussetzung ist zudem das Bestehen des Aufnahmeverfahrens der höheren Fachschule. Empfohlen ist überdies Praxiserfahrung im Bereich der Gemeindeanimation von mindestens 800 Stunden (fällt weg für Personen mit einem EFZ als Fachmann / Fachfrau Betreuung).

Die Ausbildung dauert – je nach Vorbildung – drei bis vier Jahre, berufsbegleitend oder im Vollzeitstudium mit Praktika.

Das Studium wird abgeschlossen mit dem staatlich geschützten Titel «dipl. Gemeindeanimatorin HF bzw. dipl. Gemeindeanimator HF».

«Die grosse Abwechslung im Berufsalltag erlebe ich als äusserst inspirierend. Kein Tag ist wie der andere und oft läuft es anders als ich es geplant habe.

Der Beruf ist für mich Berufung. Man muss Menschen mögen, um diesen tollen Beruf auszuüben. Die Begleitung von Menschen über einen grösseren Zeitraum bereichert mich. Zusammen einen Weg suchen und gehen hinterlässt auch in meinem Leben Spuren.

Ich bin froh, dass ich mir in meinem Beruf genug Zeit nehmen kann für Gespräche, dass ich meine Ideen einbringen und meine eigenen Projekte entwickeln kann.»

Monica Ferrari, Sozialdiakonin in der Kirchgemeinde Straubenzell St. Gallen West