Gedenktafel für Johannes Kessler in Wittenberg enthüllt
Eine Delegation der jubilierenden reformierten St. Galler Kantonalkirche
hat Anfang Oktober 2003 eine Gedenktafel für Johannes Kessler
im deutschen Wittenberg enthüllt: Sie erinnert nun an den
bedeutenden St. Galler Reformator, der hier Theologie studierte.
Doch vorerst bliebs nur beim Willen, die Tafel zu enthüllen:
Die beiden Schnüre des Tuches hielten dem Ziehen von Kirchenrätin
Renate Meyer-Koprio nicht stand und rissen ab. Nur ein Windstoss
liess kurzzeitig den Blick auf die Inschrift «Johannes Kessler
1502/03 – 1574, St. Gallen, Chronist der Reformation, studierte
1522 – 1523 in Wittenberg» frei. Bauarbeiter in der
Nähe halfen mit einem Kran schliesslich aus, den Enthüllungsakt
zu vollenden: Vertreter von Politik, Tourismus und Kirche aus Wittenberg,
Schaulustige und die 40-köpfige St. Galler Delegation mit
Kirchenratspräsident Dölf Weder, Kirchenräten sowie
Johannes Läubli applaudierten.
Es fehlte die Tafel für Kessler
Wittenberg gedenkt der Persönlichkeiten, die Wesentliches
für die Stadt gebracht oder von dort mitgenommen haben, mit
vielen Gedenktafeln. Eine Tafel für Johannes Kessler fehlte
bis jetzt. Dies stellte der St. Galler Kantonsschullehrer
Johannes Läubli vor drei Jahren fest und schlug vor, auch
dem St. Galler Reformator Kessler eine Tafel zu widmen. Die Stadt
Wittenberg hat
nach Angaben der Verantwortlichen die Idee positiv aufgenommen
und die Vorbereitungen für die Enthüllung getroffen.
Sie wurde zum Höhepunkt der Jubiläumsreise aus Anlass
des 500. Geburtstags von Johannes Kessler.
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