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Hearing zu Globalisierung und Kirche

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Am vergangenen Freitag, dem 1.Dezember traf sich im Kirchgemeindezentrum Halden die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) St.Gallen-Appenzell mit deren Tochtergremium, der Kommission für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Die gut zwanzig Protestanten und Katholiken beschäftigten sich mit der Frage, wie Kirchen auf die Herausforderungen der Globalisierung nach innen und aussen reagieren können. |
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Als Referenten waren Prof.Dr.Christoph Stückelberger (Schweiz.Ev.Kirchenbund SEK, www.sek-feps.ch Bern), Willy Spieler (Redaktor „Neue Wege“ http://www.neuewege.ch , Zürich) und Markus Meury (Stop Armut 2015 http://www.stoparmut2015.ch , Basel) eingeladen.
Der Soziologe Meury gehört mit seiner Initiative zur Evangelischen Allianz Schweiz ( http://www.each.ch ). Er betonte die klare biblische Verankerung der Fragen von Gerechtigkeit und weltweiter Verantwortung. Auch Evangelikale hierzulande würden sich derer mehr und mehr bewusst, daher setzten sie sich nun durch verschiedenste Aktionen innerhalb von „Stopp Armut 2015“ für die Umsetzung der sog. Millenniumsziele (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Millennium-Gipfel ) ein.
Der bekannte reformierte Pfarrer und Wirtschaftsethiker Stückelberger referierte das Gesamtprojekt „Globalance“ des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (s.u., Links). Es gälte im Spannungsfeld zwischen biblischer Botschaft, volkskirchlichem Pluralismus und den ökumenischen Stimmen aus dem Süden eine profilierte Haltung zu vertreten, die auch zu glaubwürdigem Handeln auf allen Ebenen kirchlichen Lebens führt.
Der katholische Sozialethiker Spieler überraschte vor allem die reformierten Teilnehmenden mit reichhaltigen Zitaten aus päpstlichen Enzykliken ( http://www.vatican.va/offices/papal_docs_list_ge.html ) . So etwa ein Wort aus Johannes des XXIII. Enzyklika MATER ET MAGISTRA von 1961, wo es in Abschnitt 23 heisst, unbeschränkte Konkurrenzwirtschaft im liberalen Sinne laufe christlicher Lehre, ja der Natur des Menschen selbst zuwider.
Die drei Referenten waren trotz ganz unterschiedlicher theologischer und kirchlicher Verortung auffallend kongruent in der Hintergrundaussage: auf eine ungebremste Globalisierung neoliberaler Prägung müssen Glaube und Kirche mit einer Globalisierung der Gerechtigkeit antworten. Um die Frage ob man nun gegen oder für Globalisierung sei, stelle sich so nicht, sie sei eine „boring question“ (Stückelberger).
Darüber gab es zwischen den ACK- und GFS-Mitgliedern auch keine grundsätzlich-inhaltlichen Konflikte. Weniger klar wurden sich die Teilnehmenden freilich darüber, wie die Relevanz der Thematik auch in den Kirchgemeinden und Pfarreien und für die einzelnen Christenmenschen kommuniziert werden könnte und was die Aufgabe der GFS-Kommission dabei auch künftig sein könnte. Im Januar veranstaltet sie bislang regelmässig den sog. „Auftakt“. Thema heuer: Strukturelle Gewalt (siehe Link)
Fotos: Hanni Indermaur. V.r.n.l.: Referenten Spieler, Stückelberger, Teilnehmende Pfrn.Sr. Christa Frey, Pfr.Martin Breitenfeldt. |
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Martin Breitenfeldt; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
04.12.2006 |
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Weiterführende Links:
GFS-Jahresauftakt
″Globalance″, Handreichung des SEK |
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Übersicht im Bereich: Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
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