Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Netzwerk Junge Erwachsene (ver-)stärken - St. Galler Synode tagt am 4. Dezember

Die Evangelisch-reformierte Synode des Kantons St. Gallen trifft sich am Montag, 4. Dezember im Kantonsratssaal in St. Gallen zur ordentlichen Wintersitzung. Zwei Motionen und eine Interpellation beschäftigen neben den üblichen Traktanden (Budget) das Kirchenparlament.
 
Als Sprecher des kantonalkirchlichen Netzwerks Junge Erwachsene möchte Michael Vögele, Berneck-Au-Heerbrugg, den Kirchenrat beauftragen, eine „Arbeitsstelle Junge Erwachsene“ im Umfang von 50 Stellenprozenten zu schaffen. Die Präsenz und Mitgestaltung junger Erwachsener hat in der St. Galler Kirche in den letzten Jahren durch die Tätigkeit dieses Netzwerks deutlich zugenommen. Beispielsweise sind heute 18 Synodale unter 30 Jahre alt. Es wurden neue Gottesdienste, Theateraufführungen, Messeauftritte und vieles mehr initiiert. Nun kamen die ausschliesslich ehrenamtlich Tätigen aber an ihre Kapazitätsgrenzen. Durch die Einrichtung einer Arbeitsstelle, besetzt wiederum durch eine Person im jungen Erwachsenenalter, könnte die Arbeit des Netzwerks weitergeführt und vertieft werden. Nur so können die von der Synode in „St. Galler Kirche 2010“ vorgegebenen Leitziele für diese Altersgruppe erreicht werden. Profitieren würden namentlich auch die Kirchgemeinden. Sie würden in diesem wichtigen Arbeitsgebiet koordiniert und zielorientiert Unterstützung erfahren. Bis 2008 soll das Unternehmen als Projekt geführt und dann über das ordentliche Budget finanziert werden.

Neue Technologien nutzen
Alexander Schär, Rapperswil-Jona, macht sich für die Ermöglichung der Nutzung der neuen Technologien im Geschäftsverkehr der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons St. Gallen stark: Weder Kirchenordnung noch Geschäftsreglement der Synode seien derzeit genügend auf die neuen Technologien ausgerichtet, moniert der Jurist. Die Rechtsordnungen nennen keine neuen Kommunikationsmittel; sowohl für E-Voting als auch für elektronische Postzustellung fehlten derzeit die Rechtsgrundlagen. Der Motionär schlägt verschiedene Ergänzungen von Rechtsartikeln vor. Es wären keine grundlegenden Änderungen der betreffenden Erlasse notwendig, zumeist bestünde bloss Ergänzungsbedarf. Die Synode soll den Kirchenrat beauftragen, ihr einen Entwurf für eine Revision der Kirchenordnung im Sinne der aufgezeigten Richtlinien zu unterbreiten, während das Büro der Synode gehalten wäre, im gleichen Sinn für eine Revision des Geschäftsreglements der Synode besorgt zu sein.


Öffentliche Sitzung
Die Tagung der Synode am Montag, 4. Dezember wird um 08.30 Uhr mit einer Besinnung von Kirchenrätin Dr. Elisabeth Frick Tanner, St. Gallen eröffnet. Die Verhandlungen stehen unter Leitung des Synodalpräsidenten Martin Baumann, Nesslau.
 
Hans Ruedi Fischer (fis); Arbeitsstelle Kommunikation,
29.11.2006

 
Weiterführender Link:
 Das aktuelle Synodalamtsblatt und andere Synode-Dokumente
 

 
 
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