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Am Anfang war eine Geschichte - Katonaltagung vom 29. Oktober 2006
Anlässlich der Katonaltagung vom 29. Oktober in St. Gallen standen die Arbeit der kirchlichen Vorbereitungsteams und der Wert biblischer Geschichten im Zentrum. Im Beisein von Kirchenratspräsident Dölf Weder wurden langjährige Mitarbeiter geehrt. Als Referent wirkte der Autor und Pfarrer Werner Laubi mit.
Kirchenratspräsident Dölf Weder wertete seinen Auftritt als «fünfzehnminütigen Stilbruch». Er machte anhand statistischer Daten den ermittelten, tatsächlichen Wert der Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter in kirchlichen Kindergruppen deutlich. Nachdruck verlieh Eugen Staub diesen Worten indem er namentlich insgesamt 36 Mitarbeiter nach vorne bat, die fünf bis 55 (!) Jahre lang in ihrer Gemeinde in kirchliche Kindergruppen mitarbeiteten. Ihnen überreichte Silvia Mühlestein im Auftrag der Arbeitsstelle Familien und Kinder ein herzliches Dankeschön in Form von einer Kerze.
Biblische Geschichten sind der rote Faden, der sich durch die kirchliche Arbeit zieht. Mit ihnen wird der wichtigste Anfangspunkt im kirchlichen Leben des Menschen gesetzt. Anhand von Geschichten werden Kindern grundlegende menschliche Werte vermittelt. Bereits im Gottesdienst am Morgen schimmerte ein bisschen von der bildreichen Art des Erzählens vom Geschichten-Profi Werner Laubi durch. Selbstironisch bekam man an diesem Nachmittag Einblick in die Anfänge Werner Laubis ins Geschichtenschreiben. Ihm gefielen die Geschichten vom Weg zum Kinde nicht und darum versuchte er es besser zu machen. Weil jedoch auch seine Art Geschichten zu erzählen nicht überall Anklang fanden, sei man schlussendlich auch froh gewesen, als er wieder aufgehört habe damit, gibt der Autor schmunzelnd zu.
Laubi erinnerte die Anwesenden daran, dass man eine Konfirmandenschar mit trockener Theorie niemals von Hocker zu ziehen vermöge. Um eindrucksvoll zu erzählen möge man den Text lesen, dann über alles Rätselhafte möglichst viele Informationen einholen, sich mit den Personen identifizieren und damit das Geschehen wie ein Beteiligter vorstellen. So erzählt, können die Zuhörenden das Geschehen vor dem inneren Auge «miterleben und auch mit erleiden». Fantasie sei unabdingbar. Wie ein Maler dürfe man erzählerisch Bilder malen. «Die Fantasie ist manchmal näher an der Wahrheit als die Wisschenschaft», betonte Laubi. Ohne Geschichten – insbesondere biblischer Geschichten – gehe die Kultur zu Grunde, mahnte Laubi. Die Kirche würde zum Museum verkommen.
Katrin Wetzig; Arbeitsstelle Familien und Kinder,
10.11.2006