Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Zuckerwelt? Am 16. Oktober ist Welternährungstag



 
Der Weltnorden ist zuckerkrank, der Weltsüden unterzuckert. Jeden Tag sterben 24'000 Menschen an Hunger.
 
Zucker schmeckt oft mehr bitter als süss. Denn auf dem konventionellen Weltmarkt verdienen Produzentinnen und Produzenten mit ihren Ernten kaum etwas. Sie verarmen, obwohl sie ihre Felder regelmässig bestellen und das Zuckerrohr in mühevoller Handarbeit ernten. Hunger ist verbreitet. Das ist eine traurige Realität, wenn man bedenkt, dass es auf der Welt eigentlich genügend Nahrungsmittel gibt, nur leider ungerecht verteilt.

Unter dem Druck der WTO reformiert die EU derzeit ihre ungerechte Zuckermarktordnung. Dabei wird beispielsweise der garantierte EU-Richtpreis für Zucker um ein Drittel reduziert. Ein Abbau der Zölle ist jedoch nicht vorgesehen. Die Einnahmemöglichkeiten der Zuckerarbeiter in den ärmsten Ländern sind wegen der hohen Zölle und des weiterhin niedrigen Weltmarktpreises sehr tief.

Fair gehandelte Produkte, wie sie in claro-Läden und weiteren Verkaufsstellen mit Gütesiegeln wie ″Max Havelaar″ erhältlich sind, ermöglichen den Produzenten in Ländern des Südens dank fairer Zuckerpreise eine Existenzgrundlage.

claro-Läden bieten am kommenden Samstag verschiedene Kampagnen an zum Welternährungstag. Besuchen Sie den claro-Laden in Ihrer Region und lernen Sie so auch die süsse Seite des Zuckers kennen.
 
Brigitta Ackermann; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
10.10.2006

 
 
© Alle Bilder und Texte sind Eigentum der
Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, Schweiz