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Rückblick auf den St. Galler Wochenendkurs KiK
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Wie erzähle ich es meinen Kindern? - Einen biblischen Text ganzheitlich so erarbeiten, dass eine kindgerechte, spannende Erzählung entsteht
Dieser Aufgabe stellten sich Betreuerinnen und Betreuer kirchlicher Kindergruppen kürzlich an einem Kurswochenende. Die Weiterbildung fand erstmals im Mattenhof Flawil statt. |
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Die Grundlage zum Arbeiten mit Jesusgeschichten bildeten das ganze Wochenende die Fachzeitschrift „Wege zum Kind“ für den Bereich Kinder in der Kirche, Feiern, Sonntagschule und Religionsunterricht. Diese Zeitschrift hat in der Ausgabe Juni 2006 auch das Thema „Jesus“ zum Inhalt.
Ines Jenny, eine Mitautorin von „Wege zum Kind“, die gleichzeitig auch Fachfrau in der Erzählkunst und in Erzähldidaktik ist, zeigte mit verschiedenen Fenstern die Schritte auf, die vom Text zur Erzählung führen. Schnell wird klar, dass es mehrere Blicke braucht, von aussen wie von innen, um vom biblischen Text zur Geschichte für Kinder zu kommen.
Eine Erzählung, die nie „nur“ Berichterstattung sein dürfe, richte sich immer an das Gemüt, so Ines Jenny. Schreiben für Kinder, oder auch, ihnen Geschichten zu erzählen, bedeutet, sich in die Geschichte hineinbegebend, aber auch aus dem Bauch heraus mit Gefühlen und Bildern zu erzählen. Auf diese Art und Weise kann der Zuschauer miterleben, und vom Erzählten berührt werden. Spätestens hier wird klar, dass das Wochenende nicht nur für die kirchliche Arbeit, sondern auch für die eigenen Kinder oder später Grosskinder von Nutzen sein kann. Die Referentin führte mit Herzblut und Engagement, anschaulich und gut verständlich durch den Kurs und gab ihre Erfahrungen und ihr Können weiter.
Die Bildermethode diente ausserdem für die Kursteilnehmer und während der Gruppenarbeiten zur praktischen Auseinandersetzung mit biblischen Texten als gutes „Leitseil“. Immer wieder betonte Ines Jenny, vor allem gegen Ende, man solle nicht erzählen, was passiert, sondern was man erlebt, wenn etwas passiert. Sie festigte ausserdem das Bewusstsein, Geschichten seien „Nahrung für die Seele“.
Wer an diesem vielseitigen und erlebnisreichen Kurswochenende voller Geschichten, Bildern und eigenen Erfahrungen in familiärer Atmosphäre dabei war, wird in Zukunft anders an biblische Texte und deren Erzählungen herangehen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden die biblischen Geschichten in der Fachzeitschrift „Wege zum Kind“ aufmerksamer lesen und sie spannender, kindsgerechter und anschaulicher, in Bildern erzählt, weitergeben können. |
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Silvia Mühlestein; Arbeitsstelle Familien und Kinder,
26.04.2006 |
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