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Start der BfA-Kampagne in St.Gallen mit der Kamerunerin Hélène Yinda

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Wie kann man bei all dem Elend Afrikas an die Berufung zum Leben in Fülle
glauben? Indem man sich in der Freiheit der Kinder Gottes dafür engagiert,
sagte Hélène Yinda im Gottesdienst St.Laurenzen. |
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Am ersten Sonntag der Fasten- bzw. Passionszeit beging die Kirchgemeinde St.Gallen C gemeinsam mit der kantonalkirchlichen Arbeitsstelle „Kirche im Dialog“ den Beginn der diesjährigen Informations- und Sammelkampagne der
landeskirchlichen Hilfswerke unter dem Motto „Wir glauben. Menschenrechte
fordern Einsatz“.
Was sich angesichts des tiefen Schnees schon vorab bestätigte, durch den
sich eine dann doch erstaunlich ansehnliche Gottesdienstgemeinde kämpfte, um in die Kirche zu gelangen. Die schweizerisch-angolanische Musikgruppe „The Kuziem Familiy“ kam schneebedingt erst während der Predigt dazu – um die Gemeinde dann umso mitreissender spüren zu lassen, dass gottesdienstlich Feiern nicht nur Herz und Lippen, sondern auch Hände und Füsse in Bewegung bringen kann. Die eigens erschienenen Mitglieder der frankophonen evangelischen
Afrikanergemeinde in St.Gallen halfen kräftig dabei mit.
Frau Dr.Yinda, übersetzt durch Pfrn.Christiane Waldmann-Heimeran (Foto), predigte über den guten Hirten und das Leben in Fülle nach Johannes 10. Als Enkelin eines traditionellen Dorfchefs und promovierte Theologin der
Presbyterianischen Kirche Kameruns kennt Hélène Yinda sowohl das ländliche
wie das städtische Alltagsleben der Frauen – und kämpft für Veränderungen in
der afrikanischen Gesellschaft, ganz besonders im Zusammenhang mit Aids. Sie
lebt seit 7 Jahren in Genf und ist beim Weltbund Christlicher Frauen (YWCA)
für die Projekte in Afrika und im nahen Osten zuständig. Sie berichtete von
kurz zurückliegenden Reisen nach Kenia und nach Somalia, wo sie mit viel
Elend konfrontiert war.
Yinda: „Wie kann man angesichts dessen an die Verheissung Jesu glauben, der Leben in Fülle verspricht“? Ihre Antwort: Wenn wir glauben, dass Jesus der Weg ist und die Tür, und wir uns in Freiheit hinein begeben in seine Gegenwart, und dann wieder hinaus in die Welt, um gemeinschaftlich etwas weiter zu geben von empfangener Fülle. Dann sei die Verheissung „Leben in Fülle für alle“ ihrer Realisierung schon ein Stück näher: „Wir sollen in unserer Umgebung Augen sein für jene, die die eigenen verschliessen für die Realität der Welt. Wir sollen Ohren sein, welche sich nicht verschliessen vor dem Seuzfen der Notleidenden, und wir sollen unseren Mund öffnen für jene, deren Stimme nicht zählt... gegen die Diebe und Fremdlinge dieser Welt, die sich immer mehr bereichern während andere in Not untergehen!“
„Leib Christi“: So nennt die Tradition das Brot im Abendmahl, und so nennt sie auch die weltweite Kirche. Die Verbindung von beidem wurde in der gemeinsamen Mahlfeier unter Leitung von Pfr.Hansruedi Felix spürbar.
Der Gottesdienst klang aus mit dem begeistert gesungenen „Amen“ mit den Kuziems, gefolgt von einer das musikalische Thema aufnehmenden fulminanten Improvisation der Orgel. |
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Martin Breitenfeldt; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
06.03.2006 |
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Weiterführender Link:
Kampagne 2006 |
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