Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Letzter Erfahrungsbericht unserer Volontärin aus Nigeria



 
Katrin Koelmann, unsere deutsche Volontärin, verbringt die Zeit vom 17. Januar – 12. Februar in einem Workcamp von Mission 21 in Nigeria. Sie baute dort mit einer Gruppe Schweizerinnen und Schweizern, einer Gruppe US-Amerikanerinnen und Amerikaner und ca. 20 Nigerianerinnen und Nigerianer an einer Schule mit. Die folgenden Zeilen wurden uns via Mail zugestellt und berichten von den letzten Tagen in Nigeria.
 
Nach zwei anstrengenden aber auch wichtigen und interessanten Wochen ging mit dem eigentlichen ″Workcamp″ der zentrale Anlass unserer Nigeria-Reise zu Ende. Mit den errichteten Mauern wurden Vorurteile abgebaut und Freundschaften geknüpft. Ihre grosse Freude und Dankbarkeit über unsere Arbeit liessen uns die Nigerianerinnen und Nigerianer am Freitag spüren. Vor schwierigen Abschieden am Sonntag verbrachten wir das Wochenende noch mit einem Grossteil der nigerianischen Workcamper in Gavva. Das dort ansässige Literacy-Programm unterstützt Freiwillige darin, gegen Analphabetismus in ihren Dörfern anzukämpfen.
Nach einem eindrucksvollen Gottesdienst mit viel Gesang und Musik in einer mit ca. 3000 Personen vollen Kirche in Maiduguri ging es dann wieder zurück nach Mubi. Den Montag verbrachten wir mit Waschen, Einkaufen auf dem Markt, oder einfach nur ausspannen, bevor am Dienstag das ″Touristen-Programm″ losging: Wir verbrachten 2 Tage im Yankari Game Reserve, wo Paviane um unsere Hütten liefen und wir mit unseren Kameras Safari-Jagd auf Elefanten erlebten. Nach dem Bad in der konstant 31 Grad warmen Quelle waren wir sauber und entspannt wie lange nicht mehr.
Wäre da nicht die Gewissheit, nächste Woche wieder Schnee zu sehen und Kälte zu spüren, könnte richtiges Urlaubs-Feeling aufkommen....
Nun sind es dann nur noch wenige Stunden in Jos, bevor es am Samstagabend wieder zurück in die Schweiz geht. Mein ″Abenteuer Afrika″ ist damit schon fast vorbei. Und obwohl ich es hier sicher noch länger aushalten könnte, freue ich mich darauf, dass in der Schweiz meine zahllosen Mückenstiche heilen können und es wieder Schoggi und Vollkornbrot im nächsten Supermarkt gibt.
 
Eingabe Peter Christinger; Arbeitsstelle Jugendfragen,
10.02.2006

 
 
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