Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Sonnige Grüsse aus dem heissen Nigeria!



 
Katrin Koelmann, unsere deutsche Volontärin verbringt die Zeit vom 17. Januar – 12. Februar in einem Workcamp von Mission 21 in Nigeria. Sie baut dort mit einer Gruppe Schweizern, einer Gruppe US-Amerikanern und ca. 20 Nigerianern an einer Schule mit. Die folgenden Zeilen berichten von der Reise und den ersten Erlebnissen in Nigeria.
 
Diebstahl, Schneepflüge auf der Autobahn, vereiste Flugzeuge und dementsprechende Verspätungen und Hetzerei auf dem Flughafen: Viel mehr konnte nicht schiefgehen, als ich endlich im Flugzeug nach Abuja sass und mit zweieinhalb Stunden Verspätung dort ankam. Am Abend gabs das erste afrikanische Essen, nach der ersten Nacht ohne Strom und fliessend Wasser eine Führung auf einer nigerianischen Farm. Dann ging es weiter nach Jos. Die Eindrücke von Landschaft, Leuten, Lebensweise waren schon da atemberaubend. Eine Reifenpanne in der Wildnis und ein Besuch beim Markt rundeten den ersten Afrika-Tag ab.
Eine kurze Nacht, noch einmal acht Stunden Fahrt voller Eindrücke und wir kommen erschöpft in Garkida an. Nachdem die erste ″Bucket shower″ grosse Überwindung kostete, war das Abendessen und der Sternenhimmel atemberaubend. Am Freitag dann endlich ein Tag ohne fahren, dafür sehen wir ein Lepra-Krankenhaus, den ″Chief of Grakida″, den Ort des ersten Missionsgottesdienstes 1923, sowie Trommelbauen auf nigerianische Art. Während das Leprakrankehaus bedrückte, konnte man beim Trommelbauer die nigerianische Lebensfreude spüren. Wo wir hinkommen, werden wir freundlich empfangen, sind jedoch auch überall die Attraktion und werden genauestens beobachtet. Als wir am Samstag in Mubi ankommen, sind alle froh, die Koffer ″auspacken″ zu können. Am Sonntag ist dreistündiger Gottesdienst angesagt, nachmittags wird gewaschen, abends lernen wir die nigerianischen Workcamper kennen und spielen mit ihnen Karten.
Der Montag ist dann unser erster ″Arbeitstag″, es werden Steine geschleppt und Wände gesäubert.
Mal sehen, wie lange der Muskelkater anhält...
 
Peter Christinger; Arbeitsstelle Jugendfragen,
25.01.2006

 
 
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