Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Spots aus dem St. Galler Kirchenrat

Aus der Sitzung des St. Galler Kirchenrats vom 19. September 2005
 
„Visitation 2007“ angekündigt
Der St. Galler Kirchenrat möchte mit der „Visitation 2007“ wichtige Erkenntnisse über die aktuelle Situation in der St. Galler Kirche, allenfalls auch über die Unterschiede zwischen einzelnen Kirchgemeinden und Regionen gewinnen. Die Kirchenordnung verpflichtet die Kirchenleitung, in Abständen von 8 bis 10 Jahren allgemeine Visitationen durchzuführen; die letzte fand 1996/97 statt.

Der Synode soll auch eine Evaluation der Umsetzung der Leitziele 2005 von „St. Galler Kirche 2010“ und der sie unterstützenden Leistungen der kantonalkirchlichen Arbeitsstellen unterbreitet werden. Daraus könnten sich für eine neue Periode von „St. Galler Kirche 2010“ Modifikationen von Inhalt oder Prioritätenordnung der Leitziele ergeben. Im Rahmen der Visitation 2007 will der Kirchenrat die beiden Blickrichtungen „Situation der Kirchgemeinden“ und „Leistungen der Kantonalkirche“ kombinieren. Die Visitationsfragebogen mit quantifizierenden und qualitativ beschreibenden Antworten werden bis Ende März 2006 zurückerwartet. Darauf folgen Besuche in allen Gemeinden. Sie werden Grundlage eines kirchenrätlichen Visitationsberichts sein, der im Spätherbst 2007 vorliegen soll. Voraussichtlich wird ihn eine Aussprachesynode im 2. Quartal 2008 diskutieren, so dass an der Wintersynode 2008 Leitziele für die Jahre 2009 – 2015 festegelegt werden können.

Geschützter Arbeitsplatz
Der Kirchenrat hat ein sozialdiakonisches Projekt „Geschützter Arbeitsplatz“ bewilligt. Auf den Arbeitsstellen Jugendfragen und Diakonie bekommt eine junge behinderte Frau, betreut von einer Mitarbeiterin, an einem geschützten Arbeitsplatz für ein Jahr die Möglichkeit zur Eingliederung in die Arbeitswelt.

Aufgabenbeschriebe
Im kommenden Jahr finden für alle reformierten St. Galler Kirchenbehörden Wahlen statt. In den örtlichen Kirchenvorsteherschaften wird im Ressortsystem gearbeitet. Um den lokalen Beauftragten ihre Aufgabe als Kontaktpersonen und Verbindungsleute zu den diversen kantonalkirchlichen Arbeitsstellen zu erleichtern, sind die entsprechenden Aufgabenbeschriebe neu überarbeitet worden.

„30 unter 30 in die Synode“
Bei den letzten Wahlen in die Synode, das 180-köpfige Kantonsparlament der Evangelisch-reformierten Kirche, konnte der Anteil junger Erwachsener unter 30 Jahren erfolgreich angehoben werden. Im Hinblick auf die nächste Amtsperiode 2006-2010 soll das Ziel „30 unter 30 in die Synode“ nach dem Willen des Kirchenrates durch verschiedene Massnahmen weiter verfolgt werden. Angestrebt wird auch eine stärkere Vertretung dieser Altersstufe in den lokalen Kirchenvorsteherschaften.

Für ein Nein zum Arbeitsgesetz am 27. November
Der Evangelische Kirchenrat des Kantons St. Gallen hat im Hinblick auf die eidgenössische Abstimmung vom 27. November 2005 über die Parlamentarische Initiative „Ladenöffnungszeiten in Zentren des öffentlichen Verkehrs“ die Bedeutung des Sonntags erörtert. Er schliesst sich der Argumentation des Rats SEK (Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund) und der Schweizer Bischofskonferenz an, die in einem gemeinsamen Text für eine Ablehnung plädieren. Der Sonntag ist ein hohes kulturelles und religiöses Gut, wichtig für die Menschen und ihre Gemeinschaft. Er soll nicht Schritt um Schritt erodiert werden.

Unterstützung für vielfältige Glaubenskurse
Der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen unterstützt und fördert verschiedene Glaubensrichtungen und Modelle des Gemeindelebens. Ein breitgefächertes Angebot soll Menschen auf dem Weg des Glaubens wirksam begleiten. Durch einen Leistungsvertrag mit Pfarrer Peter Solenthaler, Gossau, fördern der Kirchenrat und die Arbeitsstelle kirchliche Erwachsenenbildung (AkEB) in den Gemeinden gezielt Alphalive-Kurse, wenn sie im Sinn offener reformierter Tradition gestaltet werden. Unterstützt werden aber auch andere Modelle, wie beispielsweise der von der Zürcher Kirche ausgearbeitete Kurs Glauben [12], das reformierte einmaleins.
 
Hans Ruedi Fischer (fis); Arbeitsstelle Kommunikation,
27.09.2005

 
 
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