Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Zurück aus Kuba



 
Trotz Hitze, Hurrikan und Stromausfall: Die Stimmung am internationalen christlichen Treffen auf Kuba war hervorragend. Die kleine Schweizer Gruppe kam nun mit neuen Einsichten und Erfahrungen heim. Neue Freundschaften wurden geknüpft.
 
Aus dem Reisebericht von Mitorganisator Martin Breitenfeldt: ″Nach Ankunft wurde unser Aufenthalt in Havanna wegen des Wirbelsturmes Dennis um einen Tag zwangsverlängert.
Daraufhin ging es nach Santi Spíritu zu einer ersten Begegnung mit der dortigen Kirchgemeinde. Ich wurde gebeten, die Predigt im Gottesdienst zu halten und sprach über die Sturmstillung (Betroffen-heit über die Schäden und die Opfer anderswo sowie Dank für die Bewahrung waren ganz offenbar das Grundgefühl der versammelten Gemeinde, das ich in diesem naheliegenden Glaubensbild aufzu-nehmen versuchte).
Am Montag ging es in ein ländliches, einfaches Lager in der Nähe der Stadt Sta.Clara. Dort war wegen des Sturmes die Stromversorgung zusammen gebrochen, sodass wir praktisch die ganze Woche ohne Strom und Fliessendwasser waren. Doch die Stimmung wurde nicht dadurch getrübt, und vor allem die Kubanerinnen und Kubaner waren ein Vorbild in Improvisation einerseits und Hinnehmen von Gegebenheiten andererseits.
Das tägliche Programm sah morgens eine gemeinsame, je von jemandem aus einem anderen Land gestaltete Andacht vor. Am Vormittag gab es thematische Plenumssitzungen mit anschl. Gruppenar-beit (ich wurde vorab gebeten, eine Schneise in den Dschungel der Christentumsgeschichte zu schlagen und leistete das als meinen Beitrag) und schliesslich eine kurzen Runde zu Sprachen und Kulturen. Nachmittags standen verschiedene musikalische oder handwerkliche Workshops, ein Besuch in Sta.Clara (Guevara-Denkmal) sowie Baden im Fluss auf dem Programm. Am Abend wurden die verschiedenen vertretenen Länder kurzweilig vorgestellt. Am einzigen Abend mit Strom wurde ein wilder Salsa-und Raggae-Abend unter freiem Himmel gefeiert und um Mitternacht mit Schlussgebet beendet.
Am Samstag ging es weiter in die Kirchgemeinde am Strand von Varadero. Dort blieb, nach meiner Abreise, die Gruppe noch bis zum Ende der Woche und genoss vor allem den Strand.
Im Rahmen des Programms bzw. darüber hinaus hatte ich Gelegenheit, fünf Presbyterianergemeinden sowie das Theologische Seminar in Matanzas zu besuchen sowie auf Initiative des gastgebenden Pfarrers ein längeres Gespräch mit Prof.Dr.Carlos Camps zu führen, dem Generalsekretär der Kirche.
Mein restlicher Aufenthalt auf Kuba war privater Natur und führte mich bis an den Ostzipfel der Insel. Wegen des Transportproblems auf der Zuckerinsel reisten wir kaum einen Kilometer ohne Mitfahrer, was zu einer weiteren Fülle interessanter Gespräche führte.″

Der vollständige Kurz-Reisebericht (3 Seiten) kann per Mail (akid@ref-sg.ch) bestellt werden.
 
Martin Breitenfeldt; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
12.08.2005

 
 
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