Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Die Gruppendynamik im Auge behalten und nutzen



 
Weiterbildungsanlass für jugendliche Leiterinnen und Leiter aus dem St. Galler Rheintal und dem Dekanat Rorschach „Die Gruppe – alles ist möglich – nix ist fix“ war das Thema des Weiterbildungsabends für jugendliche Leiterinnen und Leiter in der Kinder- und Jugendarbeit. Annegret Wigger von der FHS St. Gallen referierte zum Thema und leitete einen lebhaften Austausch.
 
Gruppen bergen ein grosses Potential in sich – die Energie der Gruppe bietet mehr als nur eine Aneinanderreihung von Einzelpersonen. Wie die sich daraus ergebenden Dynamiken genutzt werden können, erfuhren die Jugendlichen beim Jugendleiterabend in Rorschach, der von der Arbeitsstelle Jugendfragen der Evangelisch-Reformieren Kirche des Kantons (AJ) gemeinsam mit den Animationsstellen für kirchliche Jugendarbeit Dekanat Rorschach und Altstätten organisiert wurde.

Neu für die Dekanate Rorschach und Altstätten

Nachdem die Jugendleiterabende seit 5 Jahren mit steigender Teilnehmerzahl in St. Gallen durchgeführt werden, wird die Veranstaltung nun auch in anderen Teilen des Kantons angeboten. Dieses Jahr fand sie erstmalig in Rorschach statt. Während in Gossau schon 70 jugendliche Leiter am Abend teilnahmen, wurde am Montag in Rorschach mit 25 Teilnehmern ein Anfang gesetzt. Peter Christinger von der AJ betont: „Auch in St. Gallen haben wir mit diesem Anlass klein angefangen – aufgrund der positiven Resonanz sind es jedes Jahr mehr Teilnehmer geworden.“

Gruppendynamik am Exempel

Zuerst notierten die Jugendlichen in Kleingruppen ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema Gruppe. So konnte Frau Wigger schon zu Beginn des Vortrags direkt auf die Teilnehmenden eingehen. Als sich während des Vortrags eine Seite mit aktiven Rednern und eine schweigsame Seite herauskristallisiert, nutzte Frau Wigger die Gelegenheit, um den zusätzliche Lebendigkeit in den Abend zu bringen. Sie praktizierte Gruppendynamik am Exempel – die Schweiger und Redner wurden auf ihre Rollen angesprochen und befragt, welche Wünsche und welche Erwartungen ihre Rollen mit sich brächten - so war die Aufmerksamkeit aller Teilnehmenden garantiert. Mit Spannung wurden ihre Erläuterungen über die einzelnen Gruppenphasen und deren Besonderheiten verfolgt.
Anschliessend wurden in Kleingruppen Fragen der Art: „Was mache ich, wenn …“ gesammelt und in die Plenumsdiskussion eingebracht. An konkreten Beispielen wurde dann diskutiert, wie man z.B. mit „Störenfrieden“ umgehen kann. Frau Wigger betonte, dass man das „Potential der Gruppe nicht ausser Acht lassen“ dürfe. Meistens tendieren Leiter dazu, selber die Lösung zu definieren, „die Gruppe selber aber weiss die Lösung, nicht der Leiter“.

Uwe Rohloff, akj Altstätten
 
Peter Christinger; Arbeitsstelle Jugendfragen,
02.06.2005

 
 
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