Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Ökumene am Scheideweg



 
Nächsten Montag kommt Bischöfin Käßmann zum Vortrag nach Vaduz. Sie hätte lieber einen anderen Papst werden sehen.
 
Margot Käßmann, die der mit 3,1 Millionen Protestanten größten evangelischen Lan-deskirche Deutschlands vorsteht, hätte lieber einen anderen als Joseph Ratzinger als Papst gesehen. In einem Interview mit der Financial Times Online wünschte sie sich vor der Wahl, dass es „ein Mensch aus den Ländern des Südens″ werde. Priorität sollte der neue Pontifex nach Ansicht der Bischöfin vor allem der Stärkung der Frauenrechte einräumen – was nun kaum zu erwarten ist. Hervorragend ausgebildete katholische Theologinnen bleibe die Zulassung zum Altaramt nach wie vor verwehrt. Angesichts des derzeitigen Priestermangels sei das ″schade″, sagte Käßmann.
Das Ämterverständnis in der Ökumene wird auch Thema eines Gastvortrages sein, den die Theologin am kommenden Montag, dem 25.4.um 20 Uhr im „Treffpunkt“ der evangelischen Kirchgemeinde Vaduz halten wird. Sie sieht –nach der Papstwahl in neuer Aktualität- die „Ökumene am Scheideweg“.
 
Martin Breitenfeldt; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
20.04.2005

 
Weiterführender Link:
 Ev,Kirche Liechtenstein
 

 
 
© Alle Bilder und Texte sind Eigentum der
Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, Schweiz