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Kundgebung und Demonstration des Solidaritätsnetzes Ostschweiz in St. Gallen
„Eine menschenwürdige Asylpolitik in Gesetz und Vollzug“ forderten rund 550 Personen mit ihrer Teilnahme an der Kundgebung und Demonstration vom vergangenen Samstag. Kirchliche Kreise waren ebenso dabei wie Autonome und einzelne Stadtparlamentarier, ein alter Mann, der am Stock ging, ebenso wie ein Junger mit Punkfrisur. Gemeinsam war ihnen die rote Schärpe und die Forderung nach „Menschenwürde für alle“. “Wo schlafen Sie heute Nacht? oder „Wer anklopft, wird ausgeschafft“ konnte auf den mitgeführten Transparenten unter anderem gelesen werden. Betroffene sangen, trommelten und tanzten zur Freude aller auf dem Lautsprecherwagen.
Zahlreiche Rederinnen und Redner forderten für die Betroffenen Würde ein und erinnerten an die humanitäre Tradition der Schweiz und an die Verfassung, die Nothilfe für alle garantiert. Alt Kantonsrätin Ursula Surber berichtete von ihrem Weg durch die Instanzen mit Betroffenen und zitierte Albert Camus: „Gnadenlose Gerechtigkeit ist nichts anderes als Unmenschlichkeit.“ Jakob Bösch sprach als Vertreter des Kirchenrates der evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen. Die Grüne Nationalrätin Pia Hollenstein wehrte sich gegen verfassungs- und völkerrechtswidrige Tendenzen und auch die Schriftstellerin Dragica Rajcic kam zu Wort.
Die Koordinationsgruppe des Solinetzes Ostschweiz möchte sich nochmals bei allen herzlich bedanken, die auf irgend eine Art an den Aktionen vom Samstag mitgewirkt haben, sei es durch aktive Mithilfe, essen am Mittagstisch, Teilnahme an der Kundgebung, durch die Begleitung der Demonstration in Gedanken oder Mitglieds-Beitritt beim Solidaritätsnetz.