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Mehr als Trommeln und Bananenchips: Ghana trifft Uznach

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„Es war schon ein Kulturschock für mich, und ich habe beides gesehen: Armut, die mich betroffen gemacht hat, aber auch eine ungeheure Lebensfreude“. So fasste Martin Jud, Pfarrer in Uznach, seine im vergangenen Sommer studienhalber gemachte Ghana-Erfahrung zusammen. Er hatte am gestrigen Dienstag zu einem Ghana-Abend im Kirchgemeindehaus Uznach eingeladen. Was sich nach seinem Afrikaaufenthalt an seiner Lebenshaltung geändert habe, wollte ein Konfirmand wissen. Zunächst viel, meinte Jud, dann habe der Alltag ihn aber ein Stückweit wieder eingeholt. Unter dem Strich sei er aber jetzt entschlossener, sich für die Anliegen des Südens einzusetzen. Und er habe mehr Mut zum Experimentellen und Improvisierten mitgebracht: „Ich weiss nicht, ob ich mich vorher getraut hätte, einen Abend wie diesen zu gestalten“. |
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Das Experiment glückte. Der Konfirmanden-Trommelworkshop mit dem sympathischen ghanaischen Künstler Peter Donkor war noch nicht ganz zu Ende und die Technik klemmte noch, da strömte bereits das Publikum. Da die Stühle im Gemeindesaal noch nicht standen griffen Teilnehmende selbst beherzt zu und sorgten für die Sitzplätze.
Vor etwa 100 Menschen, darunter nicht wenige mit eigener Ghana-Erfahrung als Missionarin oder Lehrer oder dort Geborene, berichtete der Pfarrer von seinem Studienaufenthalt in einem Hilfswerk und einer Rundreise im Süden Ghanas.
Die Pause diente lebhafter Kommunikation, einem Blick auf dem Claro-Stand und dem Genuss von gebratenen Bananen und Erdnüssen.
Nachdem Donkor und die Konfirmanden die Gesellschaft in erstaunlicher Virtuosität wieder zusammengetrommelt hatten, bot Pfarrer Martin Breitenfeldt Einblicke in die 24.Generalversammlung des Reformierten Weltbundes in Accra. Der Leiter der Arbeitsstelle Kirche im Dialog war einen Monat nach Jud ebenfalls in Ghana. Er wies darauf hin, dass Europäer in der weltweiten Reformierten Kirche eine kleine Minderheit sind und erzählte von der lebensvollen Erfahrung vieler Begegnungen, gemeinsamer Gottesdienste und inhaltlicher Verhandlungen auf dem Kongress und im Land. Unter den Themen der reformierten Generalversammlung nahm eines besonderen Raum ein: die Frage nämlich, wie angesichts zahlreicher Nöte, die vor allem im Weltsüden aus der sogenannten Globalisierung entstehen, die Reformierte Kirche glaubwürdig bleiben kann im Handeln und Reden. |
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M.Breitenfeldt; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
09.03.2005 |
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