Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Open Forum Davos 2005 zur Frage:Wann ist wirtschaftliches Handeln ethisch?



 
Nach den grossen Erfolgen 2003 und 2004 führen der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK, Brot für alle BFA und das World Economic Forum WEF gemeinsam vom 27. bis 30. Januar 2005 wiederum das Open Forum Davos durch. Als Ko-Organisatoren werden zudem Max Havelaar und Terre des hommes mitmachen. Die acht kontrovers ausgerichteten Diskussionsveranstaltungen sind dem Leitthema gewidmet: Wann ist wirtschaftliches Handeln ethisch?
 
An den mit internationalen Fachleuten zusammengesetzten Diskussionspanels werden neben anderen Persönlichkeiten die Bundesräte Pascal Couchepin und Joseph Deiss; Irene Khan, Generalsekretärin von Amnesty International; Ahmed M. Al Sheikh Chefredaktor des arabischen Senders Al-Jazeera; US-Senator Joseph R. Biden; die Globalisierungskritikerin Noreena Hertz; Autor Paolo Coelho, Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, der nigerianische NGO-Vertreter David Ugolor, Wirtschaftsführer wie Lord Brown of Madingley, BP; Orin C. Smith, Starbucks; Walter Kielholz, Credit Suisse Group, Daniel Vasella, Novartis; sowie zahlreiche weitere Persönlichkeiten erwartet.



Das Programm des Open Forum Davos 2005:

· Donnerstag, 27. Januar, 12.15-12.30 Uhr: Eröffnung

· Donnerstag, 27. Januar, 12.30-14.00 Uhr: Macht sich die Beachtung der Menschenrechte bezahlt?

· Donnerstag, 27. Januar, 18.30-20.00 Uhr: Braucht es eine Revolution für die Kinder? (Ko-Organisator: Terre des hommes)

· Freitag, 28. Januar 12.30-14.00 Uhr: Sind die USA auf dem richtigen Weg?

Freitag, 28. Januar 15.30-17.00 Uhr: Die Hilfe nach der Flutwelle: Welcher Mensch ist wie viel wert?

· Freitag, 28. Januar 18.30-20.00 Uhr: Aktionäre und Konsument/-innen: Welche Macht haben sie wirklich? (Ko-Organisator: Max Havelaar)

· Samstag, 29. Januar, 12.30-14.00 Uhr: Die Schweiz: Vom Musterland zum Durchschnittsstaat?

· Samstag, 29. Januar: 18.30-20.00 Uhr: Unternehmertum: Der Schlüssel zur Entwicklung?

· Sonntag, 30. Januar: 12.30-14.00 Uhr: Wann dient die Wirtschaft den Menschen?


″Als Kirche verfolgen wir mit dem Open Forum Davos mehrere Ziele: Wir wollen den kritischen Dialog fördern und die Schattenseiten der Globalisierung zur Sprache bringen. Wir wollen hier in der Schweiz einen Beitrag leisten zur Bewusstseinsbildung für die Probleme unserer Zeit″, erklärte Thomas Wipf, Präsident des Rates des SEK an einer Medienkonferenz in Bern. Christoph Stückelberger, Vertreter von Brot für alle und heute Leiter des Institutes für Theologie und Ethik des SEK betonte: ″Wirtschaftsverantwortliche sind vielen Zwängen ausgesetzt. Sie dürfen sich aber ethischen Normen nicht entziehen. Wie diese respektiert werden können, wird am Open Forum kontrovers thematisiert.″ André Schneider, Managing Director beim WEF betonte, dass das Open Forum Davos Teil des offiziellen Programms des Jahrestreffens ist, ″darüber hinaus aber einen Brückenschlag zu Kritikern und zur Bevölkerung darstellt″.

Das Open Forum Davos wurde 2003 erstmals durchgeführt. Die Veranstalter stehen den systembedingten Fehlern und den negativen Folgen der Globalisierung kritisch gegenüber. Das Open Forum Davos ist eine Möglichkeit, eine offene Auseinandersetzung darüber zu führen. Damit wurde auch ein Beitrag zur Überwindung der Bunkermentalität früherer Jahre in Davos geleistet.

Die Veranstaltungen des Open Forum sind öffentlich und kostenlos. Sie finden statt in der Aula der Schweizerischen Alpinen Mittelschule, Guggerbachstrasse 72, Davos Platz. Diskussionssprachen sind Deutsch und Englisch (Simultanübersetzung).
 
SEK-BfA-WEF; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
14.01.2005

 
Weiterführende Links:
 Open Forum
 SEK
 

 
 
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