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Nationale Trauerfeier im Berner Münster
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An der nationalen Trauerfeier im Berner Münster ist am Mittwoch der Opfer und Hinterbliebenen der Flutkatastrophe in Südostasien gedacht worden. Pfarrer Thomas Wipf nannte trotz des unermesslichen Leids drei Zeichen der Hoffnung. |
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Die drei Landeskirchen hatten am Mittwoch, 5. Januar, zu einer nationalen Trauerfeier der Anteilnahme und Fürbitte für die Opfer der Flutkatastrophe in den Ländern am Indischen Ozean eingeladen. Beteiligt an der Liturgie waren auch Hindus, Moslems, Buddhisten und Juden. Die Trauerfeier wurde von Fernsehen und Radio live übertragen. Das Berner Münster war mit 1200 Anwesenden voll besetzt; draussen wohnten rund 200 Personen der Trauerfeier bei, die mit Lautsprechern übertragen wurde.
Pfarrer Thomas Wipf, Präsident des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK, nannte in seinem Wort der Kirchen drei Zeichen der Hoffnung: Die Katastrophe habe die Menschen geeint; «da gab es nur noch Menschen, Menschen die einander die Hände reichen.» Wenn wir im anderen den Bruder und die Schwester sähen, dann werde Kraft, Hoffnung und Liebe geweckt. Als zweite Hoffnung bezeichnete Wipf die weltweite Solidarität, eine, die hoffentlich anhalte, auch wenn die Katastrophe aus den Schlagzeilen verschwunden sei. Als dritte Hoffnung formulierte Wipf seine christliche Hoffnung. Er hoffe darauf, dass Gott alle Tränen abwischen werde, wie es uns Jesus verheissen habe: «Siehe, ich mache alles neu! Der Tod wird nicht mehr sein, und kein Leid, kein Geschrei, kein Schmerz.»
Die Landesregierung war mit Bundespräsident Samuel Schmid, Bundesrat Joseph Deiss und Bundesrätin Micheline Calmy-Rey vertreten. Der bleierne Schatten des Unglücks müsse weichen, sagte Bundespräsident Schmid, unter anderem durch die Unterstützung und Begleitung betroffener Mitmenschen und durch Solidarität im Aufbau. Seine Rede war immer wieder unterbrochen von längerem Schweigen, denn: «Es gibt Momente, da sind Worte leer und wirken unbeholfen. Passender wäre es, sich die Hand zu reichen und zu schweigen.» |
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Simon Weber (SEK); Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
06.01.2005 |
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