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Religionslehrkräfte - Agenten der Kirche

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30 Jahre Katechetisches Institut der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen |
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1974 wurde das Katechetische Institut der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen (KISG) gegründet. Mit einem Gottesdienst, in dem das Gleichnis vom Sämann in verschiedenen Facetten aufleuchtete, und mit einem Festakt wurde das 30-Jahr-Jubiläum am Samstag, 23. Oktober, feierlich begangen.
Im Kanton St. Gallen ist der Religionsunterricht fester Bestandteil der Volksschule, die Schulen stellen Raum und Zeit zur Verfügung; die Kirchen sorgen für die fachliche Ausbildung der Lehrkräfte und entlöhnen sie. Über 300 Katechetinnen und Katecheten hat das Katechetische Institut der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen seit 1974 in jeweils zweijährigen berufsbegleitenden Kursen ausgebildet; 260 Frauen und Männer für die Primarschule, 75 für die Oberstufe. Viele dieser Absolventinnen und Absolventen und ihre Dozentinnen und Dozenten freuten sich gemeinsam über das Erreichte. Durch Festgottesdienst und Festakt führte der mit dem Ressort Religionsunterricht betraute Kirchenrat, Pfarrer Martin Schmidt-Aebi, Berneck. Mädchen und Buben aus Rheintaler Schulklassen spielten und sangen, ehemalige ressortverantwortliche Kirchenratsmitglieder und Kursteilnehmende steuerten liturgische und musikalische Beiträge bei.
Ethik oder Religion
Der Vorsteher des St. Galler Erziehungsdepartementes, Regierungsrat Hans-Ulrich Stöckling, erinnerte in seiner Gratulationsadresse daran, dass im Kanton St. Gallen erst vor etwa 50 Jahren sei die Volksschule ganz in die Hände des Staates gekommen ist. Vom nach wie vor obligatorischen Schulfach Religion könne man sich nur zu leicht dispensieren lassen. Der Erziehungsdirektor sähe es daher gerne, wenn auf allen Stufen der Volksschule obligatorisch zwischen "Ethik" oder "Religion" gewählt werden könnte; dabei sei der Staat auf gute Lehrkräfte angewiesen.
Nicht allein durch Gesetze
Kirchenratspräsident Pfarrer Dr. Dölf Weder unterstrich die gesellschaftliche Funktion der Katechetik. Das Zusammenleben im Staat lasse sich nicht durch Gesetze allein regeln, es sei auf eine dem Recht vorgelagerte Ethik angewiesen. Für gemeinsame ethische Grundüberzeugungen sei in allen Kulturen von je her die Religion mitverantwortlich, wie sie neben Elternhaus und Schule auch von den Kirchen gepflegt werde. Daher nannte Weder die Religionslehrkräfte "Agenten" der Kirche, die auf der Basis des schulischen Lehrplans von den Kirchen bezahlt in Raum des Staates arbeiten. Dass dies auf hohem Qualitätsniveau geschehen kann, sei den Weiterbildungsangeboten und Studiengängen des KISG zu verdanken. Aus persönlicher Anschauung durften alle in den vergangenen 30 Jahren tätig gewesenen Institutsverantwortlichen persönliche Reminiszenen aus ihrem Wirken vortragen.
Weitere Ausbildungsgänge
Im kommenden Jahr starten die nächsten Ausbildungsgänge: Für den 2 1/2 Jahre dauernden Ausbildungsgang zur Erteilung von Religionsunterricht auf der Oberstufe (Real- und Sekundarschule) mit Beginn im September wird Interessierten ohne pädagogische Vorbildung ab Februar 2005 ein Vorkurs angeboten: der zwei Jahre umfassende Kurs für die Primarschulstufe beginnt im August 2005. |
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Hans-Ruedi Fischer (fis); Religionspädagogisches Institut St.Gallen,
28.10.2004 |
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Weiterführender Link:
Arbeitsstelle für Religionsunterrich / Katechetisches Institut |
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Übersicht im Bereich: Religionspädagogisches Institut St.Gallen,
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