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Dienst an der Jugend und am Wort : 30 Jahre Katechetisches Institut der Evangelisch-reformierten Kirche St. Gallen KISG
Das Katechetische Institut der Evangelisch-reformierten Kirche St. Gallen (KISG) feiert am Samstag, 23. Oktober sein 30jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst in der Kirche St. Laurenzen (um 14 Uhr) und einem Festakt im Pfalzkeller in St. Gallen (ab 15. 30 Uhr). Beide Anlässe sind öffentlich.
Absolventinnen und Absolventen der seit 1975 angebotenen Kurse dürften die Gelegenheit zu Klassentreffen nutzen. 260 Frauen und Männer haben sich für den Unterricht auf der Unter- und Mittelstufe ausbilden lassen, seit 1990 gibt es KISG-Oberstufenkurse, die bisher von 75 Personen besucht worden sind.
1964 hatte die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen mit einer Motion den Kirchenrat beauftragt, sich der Ausbildung von nebenamtlichen Katecheten für die Erteilung von Bibelunterricht an Primarschulen anzunehmen. Unter der Leitung von Kirchenrat Pfarrer Dr. Alfred Ehrensperger wurden in Zusammenarbeit mit den Religionslehrern an den Kantonsschulen die Lehrpläne für alle Stufen erarbeitet und der Synode eine überzeugende Vorlage präsentiert, welche das Kirchenparlament gut hiess. So kam es 1984 zur Gründung des Katecheten-Instituts. Im Frühjahr 1975 ausgeschrieben, fand der erste, dreisemestrige Kurs, Interesse von über zwanzig Leuten. Die berufsbegleitende zweijährige Ausbildung zu Oberstufenkatecheten für Personen mit pädagogischem Berufsabschluss wurde anfänglich gemeinsam mit der Zürcher Landeskirche angeboten, seit den neunziger Jahren als «Eigenprodukt». Das Wirken des Katecheteninstitutes hat auch ausserkantonal Anerkennung gefunden: Seit den neunziger Jahren gehören die Glarner und die Appenzeller Kantonalkirchen zur KISG-Trägerschaft.
Nachdem zu Beginn der Aktivitäten Pfarrer Dr. Alfred Jäger als KISG-Verantwortlicher interimistisch tätig war, übernahm Pfarrer Michael Dähler für viereinhalb Jahre die Leitung des KISG und der Arbeitsstelle Religionsunterricht. Pfarrer Hannes Weder behielt seinen Posten bis 1986; ihm folgte für 15 Jahre Hans Merz, Religionspädagoge und Biologe aus Herisau. Nach dessen Pensionierung Ende 2001 trat die Lehrerin Ingrid Grünenfelder die Stelle an, nachdem sie bereits zuvor am KISG die Fächer Methodik-Didaktik unterrichtet hatte. Theologinnen und Pädagogen aus der nähern und weitern Umgebung haben sich in all den Jahren als Dozierende verpflichten lassen.
Weitere Ausbildungsgänge
Im kommenden Jahr starten die nächsten Ausbildungsgänge: Für den 2 ½ Jahre dauernden Ausbildungsgang zur Erteilung von Religionsunterricht auf der Oberstufe (Real- und Sekundarschule) mit Beginn im September wird Interessierten ohne pädagogische Vorbildung ab Februar 2005 ein Vorkurs angeboten: der zwei Jahre umfassende Kurs für die Primarschulstufe beginnt im August 2005.