Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

St. Galler Kirchenrat für drei Ja : Bürgerrechtsrevision und Mutterschaft

Im Einklang mit dem Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds (SEK) unterstützt der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen die Vorlagen für einen Erwerbsersatz bei Mutterschaft und die beiden Bürgerrechtsrevisionen.
 
Die beiden Vorlagen zur Bürgerrechtsrevision scheinen dem Kirchenrat wichtige Instrumente zur gesellschaftlichen und politischen Integration längst bei uns heimisch gewordener Mitmenschen. Sie werden auch einen Beitrag leisten gegen die zunehmende Gewaltproblematik zwischen bei uns lebenden Gesellschaftsgruppen. Die Erleichterungen betreffen zum einen Menschen, die bereits hier geboren wurden oder doch den grösseren Teil ihres Lebens bei uns verbracht haben. Im Fall der bereits in dritter Generation hier Lebenden fallen sie zugunsten von Kindern aus, die in jedem Fall bereits in der Schweiz geboren wurden. "Diese jungen Generationen sollen mit allen Rechten und Pflichten, als vollwertige Mitglieder, am Aufbau und der Gestaltung unserer Gesellschaft teilhaben können und damit auch Verantwortung tragen müssen", unterstützt der Kirchenrat den Kirchenbund.

Seit bald 60 Jahren besteht der Verfassungsauftrag zur Einrichtung einer Mutterschaftsversicherung; dennoch gibt es bis heute keinen Rechtsanspruch auf einen bezahlten Mutterschaftsurlaub. In dem im Jahre 2001 von Kirchenbund und Bischofskonferenz getragenen "Wort der Kirchen" wurde festgehalten: "Das Einstehen für die Familien ist eine innovative, zukunftsgerichtete Aufgabe, die unser ganzes Gemeinwesen in Pflicht nimmt". Dazu ist jetzt Gelegenheit gegeben. Sie soll genutzt werden.
 
Hans Ruedi Fischer; Arbeitsstelle Kommunikation,
08.09.2004

 
Weiterführender Link:
 zum Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK)
 

 
 
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