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Begegnung mit Ohnmacht und Widerspruch: St.Gallerin zurück vom "Peace Watch"-Einsatz in Palästina

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Die St.Gallerin Romy Eugster hat von April bis Juli diesen Jahres einen freiwilligen Einsatz als "oekumenische Begleiterin" im palästinensischen Dorf Jayyous im nordwestlichen Teil der Westbank geleistet. Sie tat dies im Rahmen von "Peace Watch Switzerland", einer Organisation, deren Fokus internationale Präsenz und Menschenrechtsbeobachtung in Konfliktregionen ist. |
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Romy Eugster berichtet:
Die sieben Tage der Woche glichen sich. Sie bestanden zu einem grossen Teil aus Warten: z.B. auf die Soldaten, welche morgens, mittags, abends zu einem der beiden Tore in der Sperranlage kamen, dieses für 1/4 - 1 ½ Stunden öffneten und die Bewilligungen der Bauern kontrollierten, damit diese auf ihren Feldern arbeiten gehen durften.
Meistens waren die Soldaten menschlich, manchmal einschüchternd und demütigend, hie und da auch gemein oder auch freundlich. Was ich als oekumenische Begleiterin tun konnte, war wenig: mit den Soldaten, dem Kommandanten reden, den Distriktverantwortlichen telefonieren, eine Hilfsorganisation informieren (Hamoked). Manchmal nützte das etwas, manchmal auch nicht.
Wenn ich bei den Bauern auf dem Felde weilte, war es unglaublich idyllisch: Früchte und Gemüse in Fülle, wunderschöne Vögel, Insekten, Landschildkröten. Einmal auf den Feldern sein hiess aber auch, bis zum Mittag oder Abend da bleiben bis die Soldaten (hoffentlich) das Tor wieder aufmachen, passiere was wolle.
Im Dorf sein bedeutete, unzählige Einladungen entgegen nehmen, Geschichten hören, aber auch nie wissen, wann die Armee mit ihren gepanzerten Fahrzeugen heute (oder vielleicht doch nicht) ins Dorf kommt. Welches Haus wird heute dran kommen mit unangenehmen Fragen? Welches Gebäude wird heute für einige Zeit von den Soldaten übernommen werden? Werden sie auch heute Tränengas verschiessen, oder Knallgeschosse, Stahlkugeln? Wird jemand verletzt werden, oder verhaftet?
Ich sass da und konnte nichts dagegen tun. Wie zum Trost meinten die Hausbewohner: "Erzählen Sie Ihren Freunden und Bekannten weiter, was Sie hier mit eigenen Augen sehen können!"
Frau Eugster ist bereit, auch in Kirchgemeinden über ihre Eindrücke zu berichten. "Peace Watch" kooperiert eng mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf und wird finanziell sowie ideell u.a. von der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons Sankt Gallen unterstützt. |
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M.Breitenfeldt/R.Eugster; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
27.07.2004 |
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Weiterführende Links:
peace watch
Palästinaprogramm ÖRK (englisch) |
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Übersicht im Bereich: Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
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