Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Kritisch hinsehen - tatkräftig handeln 77 Jahre Diakonieverband Schweiz



 
″Die unschuldige Diakonie vom Land″ mit Clown ″Hannes vo Wald″, der die Tagungsteilehmenden unterhielt. ″Ländliche Regionen mit profilierter Diakonie - den Rand zur Mitte machen″ war das Thema der Veranstaltung zum Jubiläum 77 Jahre Diakonieverband Schweiz in Rorschach. Die Diakonie, der Dienst an Hilfsbedürftigen, ist eine wichtige soziale Stütze. Sie wird gebraucht, aber kaum wahrgenommen, ist eine Feststellung der Veranstaltung. Im praktischen Teil der ″Markt der Möglichkeiten″ wurden jedoch Wege aufgezeigt, wie aus Worten Taten werden können. Es stellten sich diakonische Institutionen und Initiativen vor wie die Begleitung von Schwerkranken des Diakonievereins Buchs, Fidelia, ein Farbtupfen im Spitalalltag kranker Kinder, der Sunntixträff 40plus, Treffpunkt für Alleinstehende in Schaffhausen, die Wegbegleitung Sarganserland, organisierte Nachbarschaftshilfe. Weitere unter www.diakonieverband.ch/Diakonie im Netz
 
″Ich glaube, dass die Diakonie von der Wirtschaft kaum wahrgenommen wird, viele das Wort gar nicht kennen″, äusserte sich der Herisauer Verleger Marcel Steiner, einer der Referenten. Viele wiederum wirtschafteten äusserst diakonisch, wüssten es aber nicht. ″Ihnen dies einmal zu sagen, wäre ein Beitrag für eine profiliertere Diakonie″.
Rund 23 Prozent der Bevölkerung leisten unbezahlte Dienste an Dritten. Es sind vorwiegend die 40- bis 54-Jährigen mit guter Ausbildung, Berufstätige, Hausfrauen und -männer, erklärte der Volkswirtschaftler Hanspeter Haltner.
Die Veranstaltung zeigte deutlich auf, dass die Diakonie weiterhin einen wichtigen Beitrag leistet, indem sie sich für die Nächsten direkt einsetzt und gegenüber der Gesellschaft erdrückende Nöte offen aufzeigt. Zivilcourage und Umkehr helfen eine solidarischere Gesellschaft zu fördern.
Die Referate zur Demografie von Dr. Theo Hutter, Leiter Fachstelle für Statistik Kanton St. Gallen und zur Soziologie von István Deér, Berater für Quartier-, Gemeinde- und Regionalentwicklung zeigen auf, in welchem Kontext diakonisch gearbeitet wird und werden kann.
 
Brigitta Ackermann; Arbeitsstelle Diakonie,
21.06.2004

 
Weiterführende Infos als Dateidownload:
 Zwei Referate als pdf
 
 
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