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User heute: 327 Seit 2.4.06: 1284458 User online: 16 Statistik
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Aufbruch in Gottesdienst und Musik

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St. Galler Pfarrerschaft und Kirchenmusiker im Gespräch: Mit neuen Tönen und Gottesdienstformen will sich die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen in die Zukunft wagen.
Nach dreiviertel Jahren des Auftakts und Aufbruchs war die Zeit reif für einen ersten grossen Auftritt im Rahmen eines Kantonalen Pfarrkapitels in St. Gallen. |
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Im Sommer 2003 haben die Beauftragten für die neu geschaffenen Arbeitsstellen Pastorales (Pfarrer Carl Boetschi) und Populäre Musik (lic. phil. Andreas Hausammann) ihre Tätigkeit aufgenommen. Zugleich hat die neu von Jonathan Schaffner geleitete Evangelische Kirchenmusikschule (EKMS) eine verbesserte Integration erfahren; deren Ziel ist ein Leistungsausbau. Der Kirchenrat wünscht eine deutlich grössere Bandbreite und höhere liturgische Qualität bei den Gottesdiensten und anderen geistlichen Veranstaltungen in den St. Galler Kirchgemeinden. Neben den traditionellen Sonntagmorgenfeiern sollen in regional koordinierten Zweitgottesdienstreihen ganz unterschiedliche Musik- und Glaubensstile Platz haben. Das Kirchenleben soll bunter, Tradition aber nicht verdrängt werden.
Verheissungsvoll
Weit über hundert Pfarrerinnen und Pfarrer, sozial-diakonisch Mitarbeitende, Organistinnen und Kirchenmusiker trafen sich zu einem Gesamtkapitel in St. Gallen. Schon der Auftaktgottesdienst in der Kirche St. Laurenzen machte deutlich, dass vielen viel am Auf- und Umbruch gelegen ist. Augenzwinkernd und in diversen Rollen - einmal als Warner, dann wieder als Animator - begleitete der Thurgauer Kabarettist Andreas Baumann alias "Stefan Bruuchli" die Teilnehmenden durch das Wechselbad der Gefühle.
Fachleute unterschiedlichster Herkunft berichteten aus ihren Arbeitsfeldern und
liessen die Gäste in Workshop-Gruppen an ihrem Wissen und Können teilhaben. Da die Organistin, die dem zur himmlischen Ruhe gekommenen Schausteller an der Abdankung "Heinzelmännchens Wachparade" nachschickt, dort der Volksmusiker, dessen "Unser Vater" sennisch aufklingt. Die Orgel braust in vertrautem, aber auch in gewöhnungsbedürftigen Ton; zum trauten Kirchenlied setzten Gospelsänger, Band und Solostimmen überraschend den Kontrapunkt.
Pop-Musik, weiss Andreas ausammann, "spricht die Menschen im Herzen an, noch ehe der Kopf mitkommt". In ihrer Einzigartikeit sei sie kraftvoll genug,
ganz verschiedene Leute miteinander zu verbinden. Eine andere Botschaft lautet, es sei Aufgabe der Kirche, Musik und Gesang wieder populär zu machen und dabei auch einen Spagat zu wagen. Noch immer will der Kirchenmusiker Rudolf Lutz den Gottesdienst als Gesamtkunstwerk verstanden wissen. Man soll gefälligst sorgsam sein im Kippen von Althergebrachtem, aber auch innovativ genug im Hinneinnehmen neuer Elemente. Dass und wie derlei Ziele erreicht werden können, zeigte der harmonische Verlauf des Pfarrkapitels.
Neues Angebot
Jonathan Schaffner, Leiter der Evangelischen Kirchenmusikschule, brachte ein neues Angebot ins Spiel: Voraussichtlich ab August 2005 wird unter dem Dach der Musikakademie St. Gallen ein neues Modul der Kirchenmusik C Ausbildung
angeboten. Nebst Orgel und Chorleitung können Studierende an der Evangelischen und an der Diözesanen Kirchenmusikschule St. Gallen neu einen Lehrgang "Populäre Musik" belegen. Der überkonfessionell abgestützte zweijährige Kurs wird Leuten offen stehen, die im Bereich populäre Musik in Kirche und Gemeinde tätig sind oder es werden wollen. Für dieses Angebot
spannen die beiden Kirchenmusikschulen mit der Sektion St. Gallen der Schweizerische Evangelische Allianz zusammen.
Bildlegende
Das St. Galler Gesamtkapitel für Pfarrschaft und Kirchenmusiker bot Gelegenheit, unterschiedlichste Angebote kennenzulernen. Bild: Andreas Schwendener, Kirchenbote |
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Hans-Ruedi Fischer (fis); Arbeitsstelle Kommunikation,
17.05.2004 |
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Übersicht im Bereich: Arbeitsstelle Kommunikation,
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