Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Migration und Flucht in Europa: evangelische Kirchen äussern sich



 
Flüchtlingsschutz, Rechte von Migranten/innen, Menschenhandel, "Illegalität", interkulturelle Öffnung und EU-Erweiterung standen im Zentrum einer Tagung vom 10. bis 12. Mai 2004 auf dem Liebfrauenberg/Elsass. Ergebnis ist eine "gemeinsame Erklärung" und ein gestärktes Bewusstsein, sich einzusetzen.
 
In besonders eindeutiger Weise ruft die biblische Botschaft die Kirchen in die Verantwortung für Flüchtlinge und "Fremdlinge". In einem zusammenwachsenden Europa werden die Kirchen verstärkt zusammenarbeiten müssen, um dieser Verantwortung gerecht zu werden.

Die Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) mit ihren 103 Mitgliedskirchen und die Konferenz der Kirchen am Rhein (KKR, mit Mitgliedskirchen von Österreich bis zu den Niederlanden) ergriffen jetzt das Wort. Dies geschieht bewusst am Ende des 5-jährigen Rechtssetzungsprozesses zum europäischen Asyl- und Ausländerrecht und angesichts der geplanten Angleichung der Gesetzgebung zuerzulande. Dabei unterstreichen die Kirchen ihre Erwartungen an die neuen Regelungen deutlich und nehmen eigene Aufgaben und Chancen für Kirchgemeinden, Leitungsgremien, Arbeitsstellen und Diakonie bewusster in den Blick. Die Befürchtung der evangelischen Kirchen gegenüber den verschärften Regelungen: menschenrechtliche Mindeststandards sind massiv gefährdet.

Für die ev.-ref. Kirche des Kantons Sankt Gallen arbeitete Pfarrer Martin Breitenfeldt (OeME-Stelle) auf der Konferenz mit. Die reformierten Kirchen Basel-Stadt, Aargau und Schaffhausen waren ebenfalls vertreten.
 
Martin Breitenfeldt; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
12.05.2004

 
Weiterführende Links:
 
 Zur Liebfrauenberg-Erklärung (deutsch, französ.)
 
 
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