Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Internationales Missions-Parlament in Basel

Zum ersten Mal tagt vom 16. bis 20. Juni 2004 die internationale Synode von mission 21. Die internationalen Delegierten stellen die Weichen für die Zukunft des evangelischen missionswerks basel.
 
Unter dem Motto "Verbinden - begegnen - helfen. mission 21 - eine Mission für morgen" findet in Basel zum ersten Mal die internationale Missionssynode statt. Sie ist das oberste Organ von mission 21 und tagt alle drei Jahre. Die insgesamt 48 Mitglieder sind von den Partnerkirchen in Afrika, Asien und Lateinamerika und von den fünf Trägervereinen in Europa delegiert.
Synode bezeichnet eine Gruppe von Menschen, die gemeinsam auf dem Weg sind. Engagiert werden die Delegierten über missionarische Kernaufgaben und ihre Rolle im lokalen Kontext diskutieren. Impulse dazu erhält die Gemeinschaft von den profilierten Referenten Dr. Pfarrer Samuel Kobia, dem Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen ÖRK/WCC und von Pfarrer Thomas Wipf, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes.

Die Themen
Im Zentrum der Verhandlungen stehen die spezifischen Berichte aus den Kontinenten, das Leitbild von mission 21, die Finanzplanung und die Theologischen Leitlinien. Die Partnerkirchen in Afrika, Asien und Lateinamerika haben an den Kontinentalversammlungen die brennendsten Aspekte ihrer gesellschaftlichen und entwicklungspolitischen Arbeit für die Diskussion an der Synode vorbereitet. Über den Austausch mit länder- und kontinentalspezifischen Problemen einerseits und dem Ringen nach gemeinsamen Lösungen andererseits, wächst die Lerngemeinschaft zusammen.
Dabei spielt das neue Leitbild von mission 21 eine tragende Rolle. Es wird für die Arbeit des internationalen Missionswerks Karte und Kompass sein. Das Leitbild definiert die internationale Lerngemeinschaft als Netzwerk, in welchem die Mitglieder von mission 21 die Menschen dazu einladen, dem Evangelium zu vertrauen und daraus Hoffnung für das Leben und Handeln zu schöpfen. Mit den theologischen Leitlinien soll das Verhältnis zwischen Kirche und Mission klar gestaltet werden.
Die Finanzplanung stellt für die Abgeordneten eine grosse Herausforderung dar: Wie geht eine weltweite Lerngemeinschaft mit knapper werdenden Ressourcen um? Wie und wo setzt man Schwerpunkte, wenn die Not überall gross ist?

Die Highlights
Das Ereignis wird von einem bunten Programm umrahmt: Zwischen dem 13. Juni bis anfangs Juli beteiligen sich die Delegierten an Gottesdiensten und Anlässen von diversen Schweizer Kirchgemeinden. Sie tragen damit die Perspektive anderer Kulturen und weltweiter christlicher Identität bis in die Gemeinden hinein. Am Freitagabend, 18. Juni, spricht Dr. Pfr. Samuel Kobia, Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen mit Sitz in Genf, in der Matthäuskirche zur Missionssynode. Das "Mitenand-Team" der Kleinbasler Matthäuskirche organisiert seit Jahren ökumenische Gottesdienste mit Migrantinnen und Migranten. Es wird auch an diesem Abend für interkulturelle Begegnungen und Aktivitäten sorgen. Am Samstagnachmittag, 19. Juni, sind die Delegierten um 16 Uhr auf dem Basler Marktplatz anzutreffen und teilen mit der Bevölkerung die beiden Lebenselixiere "Musik" und "Brot". Mit einem grossen Gottesdienst im Münster wird die Missionssynode am Sonntag, 20. Juni 2004, feierlich abgeschlossen. Die Predigt hält Pfarrer Georg Vischer, Kirchenratspräsident Basel-Stadt. Die Münsterkantorei singt die südamerikanische Messe "misa criolla".
 
B.Graf / M.Breitenfeldt; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
29.04.2004

 
Weiterführender Link:
 mission21, Missionssynode
 

 
 
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