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User heute: 73 Seit 2.4.06: 1249592 User online: 11 Statistik
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Blickpunkt Gottesdienst bei der Kirchenbezirkstagung Toggenburg
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Gott spricht viele Sprachen |
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"Gott spricht viele Sprachen, nicht nur diejenige des Wortes. Menschlicher Glaube sucht Antwort auf seinen Zu- und Anspruch in vielfältigsten Formen, Ausdruckweisen und mit allen Sinnen". Dieser Erkenntnis waren um die hundert Frauen und Männer aus dem weitverzweigten Kirchenbezirk Toggenburg am Samstag, 20. März auf der Spur.
Auf ihrem Weg zur "St. Galler Kirche 2010" hat die Evangelisch-reformierte Kantonalkirche im vergangenen Jahr die Arbeitsstellen "Pastorales" und "Populäre Musik" geschaffen. Deren Beauftragte, Pfarrer Carl Boetschi, und Musiker Andreas Hausammann gestalteten in Zusammenarbeit mit Kollegen und der verantwortlichen Kommission die Toggenburger Kirchenbezirkstagung in Lichtensteig.
Mit einem zu Herzen gehenden Gottesdienst wurden die Teilnehmenden eingestimmt. Psalm 121, in diversen Facetten von Wort und Musik dargebracht, liess die Gemeinde ihre Augen nicht allein zu den Bergen aufheben. Damit waren die Gäste – vorab Mitglieder der Kirchenbehörden aus 22 der 27 Toggenburger Kirchgemeinden – in den Tages- und Tagungsauftrag hineingenommen.
Carl Boetschi, ehemals in Lichtensteig Seelsorger, legte in seinem Referat spannend kultur- und gesellschaftspolitische Phänomene aus: Die Kirchenbänke leeren sich; Interesse und Bedürfnis nach Religion wachsen indessen. Die Kirche ist e i n Kulturanbieter in einem professionalisierten, spezialisierten Umfeld; der Gottessdienst e i n Freizeitangebot neben 1001 anderen. Die Landeskirche habe immer wieder die Balance zwischen Einheit und Vielfalt neu zu suchen und zu leben. Die Einheit der Gemeinde Christi bestehe nicht in einem einzigen Gottesdienst-Angebot sondern in der Einheit des Glaubens. Aus einer Fülle von Fakten und Erkenntnissen folgert der Referent, jede Kirchgemeinde tue gut daran, vier bis sechs Mal jährlich ein "Zweites Programm" - je nach Schwerpunkten, Begabungen und Bedürfnissen, auch in Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden regional – anzubieten. Ein Anliegen sind ihm sodann "Offene Kirchentüren" – verbunden mit einem einfachen geistlichen Angebot.
Populäre Musik - reformierter Auftrag
Populäre Musik in der Kirche sei nicht Geschmacksache, sondern schlicht und einfach reformierter Auftrag. Der von der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen eigens für diesen Bereich Beauftragte, Andreas Hausammann, Musiker, Komponist und Bandleader, teilt diese Einschätzung eines deutschen Freundes. Er vertritt seine Anliegen entsprechend hoffnungsfroh: "Wenn die musikalische Vielfalt in angemessener Form in der Kirche Einzug hält und damit hilft, einer grossen Zahl von Menschen einen neuen, vielleicht unverhofften Zugang zu ihrer Botschaft zu eröffnen, werden wir sie gemeinsam zelebrieren können als einen wunderbaren Ausdruck von Gottes Fantasie und Kreativität."
Nach diesen ermutigenden Referaten erfuhren die Gäste in Workshops dass sich bereits einiges auf dem Weg der Neuerungen getan hat. Mit Thomas-Messe, Morning Praise und Praise Meeting wurden Beispiele aus st. gallischem Gemeindeleben aufgezeigt. Der Erlebnisweg Liturgie, einfache spirituelle Angebote sowie die Einführung ins Jugend-Liederbuch "Rise up" und in die Populäre Musik im Gottesdienst machten weitere Möglichkeiten deutlich.
Hinweis:
Am 5. Mai wird in St. Gallen ein kantonales Pfarrkapitel zum Thema "Populäre Musik in der Kirche" abgehalten, zu dem auch Organistinnen und Organisten eingeladen sind. |
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Hans Ruedi Fischer - fis; Arbeitsstelle Pastorales,
23.03.2004 |
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Weiterführender Link:
zum Arbeitsbereich Gotesdienste und Pastorales |
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