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Offener Brief des SEK gegen SVP-Kampagne
"Erinnert an Propaganda und Manipulation zur Zeit des Nationalsozialismus"
In einem offenen Brief an die Verantwortlichen der Schweizerischen Volkspartei hat der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes gegen eine jüngst vorgestellte Plakatkampagne zur Volksabstimmung vom 16. Mai protestiert. Er sei "über die kulturelle Veränderung in der politischen Auseinandersetzung sehr besorgt."
Unter Hinweis auf das im Plakat eingesetzte Symbol roter Ratten spricht der offene Brief vom 10. Februar von "Verachtung des politischen Gegners und Missachtung der Menschenwürde." "Ihre Plakatkampagne erinnert an Propaganda und Manipulation zur Zeit des Nationalsozialismus. Sie bedient sich eines rassistischen Symbols aus jener Zeit," heisst es im vom Präsidenten des Rates Thomas Wipf und dem Leiter der Geschäftsstelle, Theo Schaad, unterzeichneten Schreiben. "Wir fordern Sie auch, die vorgesehene Plakatkampagne zurückzuziehen"
Martin Breitenfeldt; Arbeitsstelle Kirche im Dialog,
11.02.2004