Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Kirchenrätin kündigt Rücktritt an - Bericht der Wintersesssion der Evang.-ref. St. Galler Synode

Die Mitglieder der Evangelisch-reformierten Synode des Kantons St. Gallen erfuhren an der Sitzung vom Montag, 1. Dezember 2003, dass Kirchenratsvizepräsidentin Renate Meyer-Koprio, Nesslau, im Lauf des kommenden Jahres aus der Exekutive zurücktritt. Die Nachfolge könnte an der nächsten Sommersynode geregelt werden.
 
Der Zeitpunkt war geschickt gewählt: Am Ende des Festjahres der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen gab Renate Meyer-Koprio, Nesslau, bekannt, dass sie spätestens in einem Jahr ihr Amt als Kirchenrätin niederlegen wolle. Das von Dr. Walter Würzer präsidierte Kirchenparlament dankte mit lang anhaltendem Beifall sowohl für ihren Einsatz als Ressortverantwortliche in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Liegenschaften als auch insbesondere für die Arbeit des von ihr präsidierten Jubiläumskomitees. Dem Kirchenbezirk Toggenburg ist es aufgetragen, für eine Kirchenratskandidatur zu sorgen.

Wahl zum Vizedekan

Anstelle von Pfarrer Carl Boetschi, der die kantonalkirchliche Arbeitsstelle "Pastorales" übernommen hat, wählte die Synode Pfarrer Dr. Pius Helfenstein, Rorschach, zum neuen Vizedekan des Kirchenbezirks St. Gallen. In der Redaktions- und Verlagskommission für die Herausgabe des Kirchenboten ersetzt der angehende Jurist Alexander Schär aus Rapperswil den Theologiestudenten Cyril Schmitt, Schmerikon.


Kantonalkirchlicher Finanzausgleich

Der Kantonalkirchliche Finanzausgleich soll in den Grundprinzipien neu gestaltet werden. Nach vielseitigen Abklärungen bei andern kirchlichen Institutionen denkt der Kirchenrat an ein Regelwerk wie es der Katholische Konfessionsteil im Kanton St. Gallen kennt. Im Jahre 2000 war mit einer Motion die "Überprüfung des heutigen Systems des Finanzausgleichs" angeregt worden. Die zu treffenden Massnahmen sollen einen sparsamen Haushalt, regionale Zusammenarbeit und einen zukunftsgerichteten Strukturwandel fördern. Der Kirchenrat liess sich beauftragen, ein neues Reglement auszuarbeiten; am Büro der Synode liegt es dann, eine Synodalkommission zur Vorberatung des kirchenrätlichen Entwurfs einzusetzen. Vom Beizug einer weiteren beratenden Kommission wollte die Mehrheit nichts wissen.


Gesunde Finanzlage

Der Voranschlag 2004 der St. Galler Kirche sieht ein Defizit von 95'000 Franken vor. Dieser Betrag liegt um 10'000 Franken höher als die in der gedruckten Vorlage genannte Summe, weil der Stiftungsrat der Pensionskasse "Perkos" die Risikobeiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber um je 0,5 Prozent erhöht hat. Dieser Mehraufwand sei angesichts der immer noch gesunden Finanzlage verantwortbar, sagte Finanzchef Alfred Friedauer. Im Lohnbereich werden lediglich Stufenanpassungen vorgenommen. Die Verlags-und Redaktionskommission für die Herausgabe des Kirchenboten liess verlauten, dass sie den Druckvertrag für das elf Mal jährlich erscheinende St. Galler Kirchenblatt mit der Rheintaler Druck- und Verlags AG (RDV) erneuert hat.


Umbaukredit

Für die Innenrenovation und Erneuerung der technischen Infrastruktur der Liegenschaft "Steinbock" in St. Gallen, dem Studentenhaus und Sitz des Universitätspfarramts , wurden ohne Gegenstimmen 480'000 Franken bewilligt. Die Bauarbeiten stehen im Zusammenhang mit dem Wechsel der Studentenseelsorge von Pfarrer Dr. Frank Jehle zu Pfarrer Markus Anker im Verlauf des kommenden Jahres.
 
Hans Ruedi Fischer; Arbeitsstelle Kommunikation,
01.12.2003

 
Weiterführender Link:
 zum Kurzbericht des Synodesekretärs mit Überblick der Beschlüsse
 

 
 
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