Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Veränderungen feiern



 

Zum dritten Mal fand die Jahreskonferenz der Geistlichen Begleitung in St. Gallen statt. Über hundert Pfarrpersonen, Kinder- und Jugendarbeitende, Fachlehrpersonen für Religionsunterricht, Behördenmitglieder und freiwillige Mitarbeitende nahmen an der interdisziplinären Konferenz zum Thema „Veränderungen feiern“ teil.
 

Eingebettet ins Tagungslied „Ich trau auf dich“ las Holger Brenneisen Gedanken über die Dimension der „Wiederholung“ von Carl Boetschi. Wiederholung ist lebensnotwendig für uns. Durch Wiederholung lernen wir. Sie schafft Ordnung und Orientierung. Rituale in Religionen sind Wiederholungen, Erinnerungen, Einprägungen, die auch ein Stück Identität ausmachen. Wir feiern jedes Jahr Weihnachten, Geburtstage, Ostern, Pfingsten... Und es wird nie langweilig. Das Jahr erhält so, zusätzlich zu den Jahreszeiten, einen Rhythmus. Auch unserem Alltag geben wir mit Wiederholungen einen Rahmen und Rhythmus.

Martin Schmidt, Kirchenratspräsident der Evang.-ref. Kirche des Kantons St.Gallen führte in seinem Impuls vor Augen, dass genau dieses Feiern von Wiederholungen im Jahresrhythmus und in Lebensübergängen die grosse Stärke der Kirche ist. Taufe, Einschulung, Übertritt in die Oberstufe, Konfirmation und Heirat sind gesellschaftliche Meilensteine. Es sei eine Kernkompetenz der Kirchen, genau in diesen Momenten der Veränderung zu feiern, Menschen zu begleiten und damit zum Gelingen dieser Übergänge beizutragen.

Der kreative Schwerpunkt der Jahreskonferenz lag in den fünf Workshops in je zwei Durchgängen, in denen die Teilnehmenden versuchten, dem Feiern dieser Übergänge aus verschiedenen Perspektiven auf den Grund zu gehen. Barbara Damaschke und Urs Noser, beide vom Kirchenrat, Kantonalkirchliche Beauftragte sowie das Netzwerk Junge Erwachsene luden dazu ein.
Übergangsfeiern und Rituale feiern entlang biografischer Meilensteine - Geschenke feiern; oder was? Anfang, Abgang oder Übergang? Konfirmation als Meilenstein im Leben eines jungen Menschen - Gotti und Götti einbeziehen, wie können wir mit Patinnen und Paten unterwegs sein? - Veränderungen im Religionsunterricht, kirchliche Bildungsangebote in einer sich verändernden Schule. - Pfefferstern-Entwicklung und die neue PfefferAPP zeigten die breite Themenvielfalt mit der sich die Teilnehmenden auseinandersetzten.

Kirchenrat Urs Noser schloss die Jahreskonferenz ab mit einem ausdrücklichen Dank an diejenigen, welche auf kleine und grosse Weise in der Gemeindearbeit tätig sind. Er ermutigte sie, gerade angesichts der aktuellen Veränderungen durch die Einführung des Volkschullehrplans und der damit verbundenen Konsequenzen im Bereich der Konfirmation mutig-feiernd unsere Kernkompetenzen auszuspielen.

Die positiven Rückmeldungen sowie die Teilnahme fast aller Kirchgemeinden des Kantons zeigen, dass sich die Konferenz Geistliche Begleitung etabliert hat.

Bitte vormerken: 4. Jahreskonferenz Geistliche Begleitung am Samstag 24. Februar 2018
 

Isabelle Weibel; Arbeitsstelle Jugendfragen, 27.02.2017
 


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