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Veranstaltungen an der Universität St. Gallen zu religiös-kirchlichen Aspekten des Kantonsjubiläums
Fünf Vorlesungen zwischen 28. April und 26. Mai.
"Der Kanton St. Gallen wäre nicht, was er heute ist, wenn nicht Kirchen und Religionsgemeinschaften mit zum Teil bedeutenden Persönlichkeiten sich Gehör verschafft hätten", heisst es in der Einladung zu einer besonderen Vorlesungsreihe an der Universität St. Gallen. Die Studentenseelsorger als Organisatoren würdigen zwischen 28. April und 26. Mai mit fünf Vorlesungen, in denen Fachleute aus ökumenischer Perspektive religiös-kirchliche Aspekte beleuchten, das Kantonsjubiläum in spezieller Weise. Die Vorträge finden jeweils am Montag, von 20.15 bis 21.45 Uhr im Hörsaal A 112 HSG statt.
Bischof Aloisius Scheiwiler (1872-1938) trat für den Weltfrieden und für die verfolgten Juden ein. Bischof Ivo Fürer zeigt in seiner Vorlesung auf, dass das Vermächtnis eines seiner Vorgänger auch heute von verblüffender Aktualität ist. (28. April).
Rabbiner Hermann I. Schmelzer würdigt den jüdischen Prediger und Gelehrten Hermann Engelbert (1830-1900) als "Rabbiner, der dem Judentum Respekt verschaffte". (5. Mai).
Pfarrer Jakobus Weidenmann (1886-1964) war eine der anregendsten und umstrittensten Pfarrpersonen St. Gallens. Der Historiker Max Lemmenmeier stellt dessen vielschichtiges Lebenswerk dar. (12. Mai).
Die Historikerin Esther Vorburger-Bossart lenkt mit ihrem Vortrag die Aufmerksamkeit auf die Frauenklöster im Kanton St. Gallen und ihre wichtige Arbeit im sozialen und im Bildungsbereich. (19. Mai).
Anna Schlatter (1773-1826), pflegte als führendes Mitglied der europäischen Erweckungsbewegung Kontakt mit Protestanten und Katholiken. Die Historikerin Marianne Jehle-Wildberger versucht, Anna Schlatter in die damaligen geistigen Strömungen neu einzuordnen. (26. Mai).
Hans Ruedi Fischer; OK Jubiläumsjahr 2003,
25.04.2003