Kirchgemeinden machen ernst mit Leiterschulungen
Goldach, Wittenbach, Kirchberg, St. Gallen Straubenzell, St. Gallen Tablat, Engelburg, Rorschach, Widnau, Brunandern, St. Peterzell und Hemberg. Aus diesen Evang.-ref. Kirchgmeinden wurden am letzten Wochenende 43 Jugendliche und junge Erwachsene in Führungs- und Leitungsaufgaben sowie in Fragen der Persönlichkeit geschult. Ging es bei den jüngsten im Basic Kurs um ein Hineinschnuppern in die Leitungsaufgabe, so ging es im Kurs 5, an dem alle über 20 Jahre alt sind, erlebnisorientiert mit verschiedensten Führungsaufgaben so richtig zur Sache.
Seit 2003 haben über 600 Teilnehmende an Wochenenden auf dem Sonnenblick Walzenhausen oder aufgrund einer Menükarte aufgebauten Gemeindemodulen vor Ort sowie Kurse auf einer Pferderanch besucht. Für Peter Christinger, Arbeitsstelle Jugendfragen der Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen und Conny Bosshard, Jugendarbeiterin aus Rorschach und Projektmitarbeiterin in den first steps Kursen geht es dabei vor allem um das Arbeiten an der Persönlichkeit. Es werden Kursleitende eingesetzt, die selbst in Führungsaufgaben stehen, sich fachlich damit auseinandersetzen und ihr Wissen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen modelhaft weiter geben.
Die praktische Anwendung des neu Gelernten ist ein zentraler Teil der Ausbildung.
Beim Mitleiten in Lagern, Sonntagsschulteams, Jugendgruppen, offener Treffs, Konfirmandenmitarbeit oder den ab August neu eingesetzten Erlebnisprogrammen wird das erlebnisorientierte neu Erlernte umgesetzt und vertieft.
Wertvolle, kreative Erfahrungen mit unterschiedlichen Altersgruppen können gemacht werden. Durch Feedback und Analysieren von Situationen soll der einzelne Leiter gezielt gefördert werden. Diese Aufgabe kommt der Leitungsebene der Kirchgemeinde sowie den professionell Mitarbeitenden zu. Die Arbeitsstelle Jugendfragen und junge Erwachsene der Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen stützt diese Aufgaben mit Schulungen im Coachingbereich. Das Gelingen solcher Einsätze hängt massgeblich davon ab, wie die Verantwortlichen in den Kirchgemeinden mit den jungen Menschen den richtigen Einsatzort benennen und sie in ihrem Engagement begleiten.
Führung ist Mangelware in unserer Zeit. Wir brauchen Menschen mit einem scharfen Geist und einem weichen Herzen.
Bericht first steps basic und Kurs 1
Noch am Samstagmorgen wusste ich nicht genau, was mich erwarten wird. Doch schnell wurden Aufgabe, Ziele und Anforderungen klar. Durch die Mitarbeiter von Wakonda und Jugendarbeiterin Conny Bosshard wurden uns Grundlagen aber auch erweitertes Wissen in den drei Themenbereichen ″Führen, sich führen lassen und sich führen″ vermittelt.
Für mich war es ein sehr lehrreiches, gleichzeitig aber auch teilweise anstrengendes Wochenende. Ich nehme aus diesen zwei Tagen einen Sack voller neuer Ideen und Anregungen mit, welche sich hoffentlich bald in positive Erfahrungen wenden werden.
First steps 5. Bericht einer Teilnehmenden
Neue Herausforderungen - Führen in extremen Situationen – sicher und selbstbewusstes handeln - genau dies sind die Schwerpunkte vom First Steps 5 Kurs. Hast du dich auch schon gefragt, was du machst wenn du das Essen für die Gruppe vergessen hast oder sich ein Teilnehmer eine ganz banale Verletzung wie z.B. eine Knöchelverstauchung zugezogen hat? Diese wie auch viele alltägliche Führungssituationen haben wir in diversen Rollenübungen in der Natur wie auch in verschiedenen Räumlichkeiten Schritt für Schritt geübt, zurückgespult, wiederholt und natürlich auch besprochen, analysiert und bearbeitet. Du denkst, das war bereits alles? Da hast du dich getäuscht. Alle neuen Errungenschaften konnten wir direkt in einer Nachtübung unter schwersten Bedingungen versuchen umzusetzen. Wald, Nacht, Regen und unbekanntes Territorium war unser Übungsfeld. Die Teilnehmer aus dem Kurs First Steps 1 + basic haben uns die Situation erschwert und uns mit viel Einsatz unterstützt. Die Übung war von Anfang bis Schluss mit Unfällen, Unvorhersehbarem wie auch vermissten Teilnehmern durchzogen. Unter der Aufsicht von gut geschulten und kompetenten Führungspersonen haben wir uns diesen extremen Bedingungen gestellt. Mit vollem Erfolg und viel Energie haben wir die Aufgabe bravurös gemeistert. Viel Energie, Einsatz und Engagement haben wir in dieses Wochenende eingebracht und konnten dementsprechend davon profitieren. Wir freuen uns bereits auf das nächste intensive Kurswochenende.
Es hät gfägt mit dä Modi u Gielä.
Peter Christinger; Arbeitsstelle Jugendfragen,
10.06.2012
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