Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Was Persönlichkeitsschutz im kirchlichen Alltag bedeutet



 

Im Kanton St. Gallen sind rund 1500 Leitende in der kirchlichen Jugendarbeit freiwillig und begleitet von professionellen Jugendarbeitenden aktiv. Die Arbeitsstelle Jugendfragen sowie die Arbeitsgruppe Persönlichkeitsschutz der Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen organisierten für die professionell Tätigen eine Fachtagung zum Thema „Was Persönlichkeitsschutz im kirchlichen Alltag bedeutet! Mobbing, emotionale und sexuelle Grenzüberschreitungen“
 

Mit Merkblättern und Weiterbildungen sensibilisiert die Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen für verletzende Handlungen und diskriminierende Denkweisen. Es soll nicht toleriert werden, dass kirchliche oder auch freiwillig Mitarbeitende die Abhängigkeit von Menschen ausnutzen, um ihre eigenen emotionalen und sexuellen
Bedürfnisse zu befriedigen.

Liebesgefühle sind die natürlichste Sache der Welt, auch in der Jugendarbeit. Doch wie kann man reagieren, wenn es zu heiklen Situationen kommt zwischen Kindern, Jugendlichen und Leitenden? Die Fachtreffen sind beliebt, weil sie jeweils einen interessanten Erfahrungsaustausch ermöglichen.

Für die Durchführung wurde eine Fachperson des Kinderschutzzentrums St. Gallen beauftragt. Das Kinderschutzzentrum trägt durch sein Angebot wesentlich zum präventiven und akuten Schutz vor psychischer, physischer und sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen bei.

In Beratungen unterstützt diese verschiedenste Institutionen, die sich über Prävention sexueller Ausbeutung und Grenzverletzungen informieren wollen. „Schau hin“, und das ist genau der Punkt, für welchen man die Jugendarbeitenden bei ihrer Arbeit sensibilisieren will, wie Referent André Baeriswyl-Gruber erklärt. Neben Informationen wurde vorwiegend mit Fallbeispielen aus der Praxis gearbeitet.

Wo Menschen miteinander in Kontakt kommen, sind Emotionen im Spiel. Die Bedeutung eines respektvollen Umgangs mit Nähe und Distanz bzw. die Folgen von Grenzverletzungen im kirchlichen Alltag gehört ins Mehtodenrepertoire einer professionell verstanden Kinder- und Jugendanimation. Die Tagung gab dazu viele wertvolle Anregungen!
 

Peter Christinger; Arbeitsstelle Jugendfragen, 29.05.2012
 


© Alle Bilder und Texte sind Eigentum der
Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, Schweiz