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Lustvoll zum Tiefgang
Erlebnisorientiertes Arbeiten ist eine lustvolle Möglichkeit, mit jungen Erwachsenen auf persönliche und existentielle Fragen zu stossen. Die ökumenische Tagung „Kirche erleben!“ steckte die Teilnehmenden an.
Wie schaffen es acht Leute gleichzeitig, auf einen Teller-grossen Holzklotz zu stehen? Eine Gruppe versucht es, indem sich alle in der Mitte fest an den Händen halten. Eine andere, indem zwei Personen kauern und die anderen im Kreis um sie herum stehen.
Eine Szene aus der ökumenischen Fachtagung Junge Erwachsene im katholischen Pfarreiheim Wattwil. „Was der Mensch erlebt, vergisst er kaum, weil es mit Bildern und Emotionen verbunden ist – ganz im Unterschied zu dem, was er nur hört“, sagte Marcel Bäni, der Referent der Tagung. Deshalb war auch für die Teilnehmenden ‚learning by doing‘ angesagt. Erlebnisagogisches Arbeiten endet aber nicht beim Erlebnis. Der Transfer in den Alltag macht es aus. Nachdem sich die Achtergruppe bei der oben erwähnten Insel-Übung über das erreichte Ziel freute, kam eine rege Diskussion in Gang: Wer half wie mit? Trauten wir uns die Aufgabe zu? Wer entpuppte sich als fähigste Anführerin? Wo lag unsere Energie, wie sah unsere Mitte aus? Welche kreativen Ideen sind entstanden?
Bogenschiessen, blindes Zeichnen und ein Sechs-Meter-Apéro – Aufgaben, welche den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Spass machten und wohl nicht vergessen gehen. „Das will ich gerne auch in meiner Arbeit mit jungen Erwachsenen umsetzen“, war der Tenor.
Markus Naef-Egli; Netzwerk Junge Erwachsene,
16.09.2011