Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

first steps 3-Wochenende: Führungsstile und deren Handhabung



 
Da ich in Lagern der Evang.-ref. Kirchgemeinde Gaiserwald tätig bin und eine Ausbildung zur FaGe (Fachfrau Gesundheit) absolviere, habe ich mich für den frist steps 3 angemeldet. Voraussetzung war, dass ich die vorhergehenden first steps besucht habe. First steps bringt mir im Beruf mehr Verständnis für die Stationsleitung. Ebenfalls konnte ich die Methoden von „Schulz von Thun“ schon einmal anwenden, dies erbrachte Zeitersparnis der Ausbildungsverantwortlichen für Erklärungen. Dieser first steps bringt mir eher in der Tätigkeit in Lagern mehr, da ich dieses Jahr alleine das Samstagnachmittag Programm durchführen darf. Aber auch im Beruf, wo ich vermehrt Praktikantinnen begleiten und ihnen alles zeigen muss, verstehe ich nun, was meine Führung auslöst. Auch ist dieses Weekend für mich immer wieder eine Abwechslung, ein Austausch und eine Erfahrung mehr.
 
Am Samstagmorgen trafen sich 15 Jugendliche im Alter zwischen 15. und 21. Jahren um 9.00 Uhr im Sonneblick in Walzenhausen. Nach der Begrüssung durch Conny Bosshard, Zimmerbezug und Vorstellungsrunde, stellte uns Jürg Schär, der Referent, den Tagesablauf vor.
Wir begingen mit unseren Problemen in der Führungsarbeit und schrieben diese auf, gleichzeitig waren dies unsere gemeinsamen und eigenen Ziele für das Weekend. Nachher griff Jürg das Thema Führungsdreieck, Führung und Empathie auf. Nach einer Theorie-Sequenz gingen wir nach draussen und spielten Lagersituationen in verschiedenen Gruppenübungen nach. Dies war schwierig, da ein paar „Kinder“ immer wieder störten und so den Plan des Leiters durchkreuzte und sie so vor eine „Wand“ stellte. Danach werteten wir den Morgen aus, um aus unseren „Fehler“ zu lernen. Um 12 Uhr gab es Mittagessen, um 13.30 Uhr ging es mit Rollenübungen über die verschiedenen Führungsstile und deren Wechsel weiter. Wir machten eine Grossübung, bei der es eine Hauptleitung, 4 Hilfsleitende und „Kinder“ in diversen Rollen gab. Ich denke, für die Hauptleitung war das eine Riesenchance, in der Führungsarbeit weiter zu kommen. Zwischendurch machten wir immer wieder Pausen, in denen wir feine Früchte essen konnten. Nach verschiedenen weiteren Übungen gab es das verdiente Abendessen. Um 20Uhr hatten wir einen Tagesrückblick, nach ¾ Stunden war Feierabend. Auf dem bequemen Sofa im Kursraum sassen einige Teilnehmende beisammen und tauschten sich über Gott und die Welt aus. Für mich ging der Tag um 23 Uhr zu Ende.
Am Sonntagmorgen gab es um 8Uhr schon wieder Frühstück. Ganz verschlafen trotteten ein paar Kurskollegen daher. In einer Stunde ging es wieder mit dem Führungsprozess weiter. Wenn man den Führungsprozess einmal durchlebt hat, ist er wie eingebrannt, da man ihn immer wieder erlebt. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf und spielten wieder ein paar Lagersituationen nach. Nach dem Mittagessen lernten wir noch das Lenkungsmodell von Tausch/Tausch. Den Rest des Nachmittages verbrachten wir mit üben und Fragen klären.
Fast am Schluss reflektierten wir das Gelernte in einfachen Sätzen wie: Wenn ich mein Endziel vor Augen habe, kann ich führen. Gegen halb fünf Uhr packten wir langsam zusammen und verabschiedeten uns voneinander.
Es war wieder ein super Weekend, welches ich nicht so schnell vergessen werde.
Weitere Kurse oder Gemeindemodule sind auf der Webseite der Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen unter der Rubrik Jugend einsehbar.

Anfragen beantwortet Peter Christinger, Arbeitsstelle Jugendfragen der Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen gerne. Der nächste Kurs verspricht besonders interessant zu werden. Dieser findet in Zusammenarbeit mit einem Reiterhof statt.

Bettina Eicher
 
Bettina Eicher; Arbeitsstelle Jugendfragen,
09.09.2011

 
 
© Alle Bilder und Texte sind Eigentum der
Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, Schweiz