|
|
 |
|
|
|
|
 |
User heute: 2 Seit 2.4.06: 1284133 User online: 12 Statistik
|
|
|
|
|
 |
|
 |
 |
„Was ist mein Beitrag an das Ganze?“

|
 |
 |
Die reformierten Kirchgemeinden des Kantons St.Gallen müssen in den kommenden Jahren je eigene Konzepte zur geistlichen Begleitung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickeln. Wie sie das angehen wollen, darüber tauschten sich kürzlich rund hundert Pfarrpersonen, Sozialdiakoninnen und -diakone aus. |
 |
 |
|
 |
 |
„Eigentlich haben wir nur eine Angelrute bestellt, nun aber ein Ruderboot erhalten“, fasst Pfarrer Martin Schmidt, Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, das neue Konzept der „Geistlichen Begleitung“ zusammen. Die Synode, das Parlament der St.Galler Kirche, wollte vor ein paar Jahren lediglich Fragen rund um die Voraussetzungen zur Konfirmation geklärt haben. Daraus ist schliesslich ein durchgehendes Konzept zur geistlichen Begleitung von Kindern und Jugendlichen bis zum jungen Erwachsenenalter entstanden.
Nun gelte es, das neue Boot auf Kurs zu bringen, sagt Schmidt. Dazu trafen sich Ende letzter Woche rund hundert Pfarrpersonen sowie Sozialdiakoninnen und -diakone des Kantons im Rahmen des Mitarbeiterkapitels im St.Galler Kirchgemeindehaus Lachen.
Über den Tellerrand hinaus
„Bis anhin dachten wir in unserer Gemeinde sehr stark im Ressortsystem“, sagt Christoph Casty, Pfarrer in Wil. Um das Konzept mit Leben zu füllen, müssten sie nun aber schnell lernen, über den Tellerrand hinauszublicken. „Die Religionslehrpersonen sollen wissen, was in den Kinderfeiern geschieht, die Jugendarbeiter was im Religionsunterricht.“ Daniel Mauerhofer, Pfarrer in Marbach, pflichtet Casty bei. „Wenn die ‚Geistliche Begleitung‘ lediglich beim Pfarrer hängen bleibt, versandet sie wieder“. Daher hätten sich jetzt alle die Frage zu stellen: „Was ist mein Beitrag an das Ganze?“
Zunächst sicher viel Planungsarbeit. Das Konzept der „Geistlichen Begleitung“ sieht nämlich vor, dass alle Kirchgemeinden ihr je eigenes Konzept erarbeiten. Dieses baut auf die Säulen Feiern, Bilden, Begleiten, Erleben, hat die Übergänge Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen im Blick, zieht die Elternarbeit mit ein oder klärt die Schnittstellen zwischen Schule und Kirche.
Angebote vernetzen
„Das tönt nach wahnsinnig viel“, sagt Ruedi Eggenberger, Jugendarbeiter in der Gemeinde Niederuzwil. Er habe einmal die Angebote der eigenen Gemeinde angeschaut und dabei erleichtert feststellen dürfen, dass einiges schon bestehe. „Oftmals geht es noch darum, die verschiedenen Angebote zu vernetzen.“
Auch über die Gemeindegrenzen hinaus, sagt Kirchenrat Martin Schmidt. Vor allem bei den Erlebnisprogrammen, die ab Sommer 2012 in der Oberstufe an die Stelle der zweiten Lektion Religionsunterricht treten, sei die Kooperation eine grosse Chance. Durch die Zusammenarbeit erhöhe sich die Angebotsvielfalt für die Jugendlichen, die Gemeinden sparten ihrerseits Ressourcen.
Wie die „Geistliche Begleitung“ in der Realität dann aussehen könnte, skizzierte schliesslich Michael Giger, ab Anfang August kantonaler Projektmitarbeiter für die Erlebnisprogramme: So schreiben sich einige Jugendliche an mehreren Samstagnachmittagen für einen Bandworkshop ein, andere für die Produktion eines Videos. Unmittelbar nach dem letzten Mal ist beides Thema und Inhalt des Gottesdienstes für Jugendliche und Eltern. Zum Ausklang stossen alle bei Wurst, Brot und etwas zum Trinken auf das Erreichte an. kid/Ack
Legende: Wie ein Konzept entsteht: Anspielszene zur „Geistliche Begleitung“ am Mitarbeiterkapitel der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen. Bild: Ack |
 |
 |
|
 |
 |
Andreas Ackermann; Arbeitsstelle Kommunikation,
12.07.2011 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
zurück
zur
Übersicht im Bereich: Arbeitsstelle Kommunikation,
|
 |
 |
|
 |
|
|
|