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Drei Kandidierende für zwei Sitze

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Die St.Gallerinnen Annina Policante-Schön und Antje Ziegler Schmidt sowie der Rheintaler Heiner Graf kandidieren für die beiden frei werdenden Sitze im Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen. Am kommenden Montag entscheidet die Synode, das Parlament der St.Galler Kirche, wer die Nachfolge von Heidi Baer und Elisabeth Frick Tanner antritt. |
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Die Synode vom kommenden Montag in Bad Ragaz steht im Zeichen der Wahlen. Kurz nach Beginn der ordentlichen Sommersitzung sind die Parlamentarierinnen und Parlamentarier der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen dazu aufgerufen, zwei neue Mitglieder des Kirchenrates zu wählen. Für die Nachfolge der zurücktretenden Kirchenrätinnen Heidi Baer (Uzwil) und Elisabeth Frick Tanner (St.Gallen) bewerben sich zwei Kandidatinnen und ein Kandidat.
Zwei St.Gallerinnen, ein Rheintaler
Zwar hätte der Kirchenbezirk Toggenburg Anspruch auf den frei werdenden Sitz von Heidi Baer, die per Ende Juni zurücktritt. Doch konnte die Toggenburger Vorsynode, das dafür zuständige Gremium, keine mögliche Nachfolge präsentieren. So sprang der Kirchenbezirk Rheintal in die Lücke und nominierte Heiner Graf. Graf ist Betriebsökonom, lebt im Städtli Werdenberg, ist 51 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Kindern. Seine kirchlichen Wurzeln liegen in der Christlichen Jugendorganisation Cevi. Ihm sei es ein Anliegen, „für eine offene und breit verankerte Kirche einzustehen“, sagt er zu seiner Motivation für das Exekutivamt der St.Galler Kirche zu kandidieren.
Ebenfalls ihre Wurzeln im Cevi hat die St.Gallerin Annina Policante-Schön. Die dreifache Mutter und gelernte Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerin bezeichnet sich als Kandidatin der Basis. Schon seit vielen Jahren engagiert sie sich in der Evanglischen Kirche: Stationen sind die Präsidien der St.Galler Kirchgemeinde Straubenzell und der Offenen Kirche St.Gallen. Zudem ist sie langjähriges Mitglied der Synode.
Quasi als Quereinsteigerin tritt Antje Ziegler Schmidt an. Die vierfache Mutter ist promovierte Juristin, lebt mit ihrer Familie in St.Gallen und ist seit einem Jahr Mitglied der Kirchenvorsteherschaft St.Gallen C. Nach ihrer Konfirmation sei ihr Faden zur Kirche abgerissen, sagt Antje Ziegler. Diesen nahm sie bei der Taufe ihrer Kinder wieder auf. Aus der neu gewonnenen Verbundenheit entstand ihr Engagement.
Weniger Steuereinnahmen
Ist der Kirchenrat bestellt, befindet die Synode über die Rechnung 2010.
Diese schliesst bei einem Gesamtaufwand von 23,88 Millionen mit einem Überschuss von rund 64 000 Franken ab. Budgetiert war ein Rückschlag von rund 64 000 Franken. Die Erträge aus der Zentralsteuer von 3,1 Steuerprozenten fielen mit 7,17 Millionen um 70 000 Franken höher aus als budgetiert. Die Steuereinnahmen liegen jedoch rund 630 000 Franken unter jenen von 2009. Dieser Rückgang liegt vor allem am tieferen Einkommenstarif sowie den höheren Kinderabzügen, welche die Steuerzahlerinnen und -zahler seit letztem Jahr geltend machen können. Auch die Einnahmen aus dem Finanzausgleich gingen um fast 800 000 Franken zurück und beliefen sich im vergangenen Jahr noch auf rund 8,04 Millionen Franken.
„Geistliche Begleitung“
Nach Wahlen und Zahlen berät das Kirchenparlament schliesslich zum zweiten Mal die „Geistliche Begleitung von Kindern und Jugendlichen in der St.Galler Kirche“. Bei der ersten Lesung im vergangenen Dezember waren die Grundanliegen der Vorlage unbestritten. So werden sämtliche Kirchgemeinden ein eigenes Konzept dazu entwickeln, wie sie zukünftig Kinder bis zum jungen Erwachsenenalter begleiten wollen. Ihre Konzepte gründen auf den vier Säulen Feiern, Bilden, Begleiten und Erleben. Inhalte sind etwa altersgerechte Gottesdienste, der Religionsunterricht, die Elternarbeit oder Erlebnisprogramme für Jugendliche in der Oberstufe.
Anlass zu einer intensiven Debatte gab im Dezember die Frage, ob Konfirmanden beim Eintritt in den Konfirmationsunterricht Mitglied der Kirche sein müssen. Die Vorlage sah eine Mitgliedschaft vor, die Synodalen sahen davon ab. (kid/Ack)
Die Synode ist öffentlich. Sie beginnt am kommenden Montag, 27. Juni, um 9.40 Uhr mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Bad Ragaz. Die Verhandlungen finden ab 11 Uhr im Saal des Mehrzweckgebäudes, Fläscherstrasse 40 in Bad Ragaz statt. |
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Andreas Ackermann; Arbeitsstelle Kommunikation,
21.06.2011 |
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