Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Wartensee bleibt bis Ende Jahr geöffnet



 
Das Tagungs- und Begegnungszentrum Schloss Wartensee, hoch über dem Bodensee gelegen, bleibt bis 15. Dezember 2011 offen. Dies hat der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen an seiner Sitzung vom Montag beschlossen. Die Arbeiten zum Verkauf des Schlosses sind inzwischen so weit fortgeschritten, dass es nötig wurde, definitiv über das Weiterführen des Betriebes zu entscheiden.
 
Die Arbeiten zum Verkauf von Schloss Wartensee und das damit verbundene Umzonungsverfahren sind auf gutem Wege. Doch je näher der Verkauf des Schlosses rückt, desto mehr Auswirkungen hat dies auf den ordentlichen Betrieb des Tagungs- und Begegnungszentrums. Um für Gäste, Mitarbeitende und Kunden des Schlosses Sicherheit zu schaffen, hat der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen sich nun entschieden, den Betrieb definitiv bis 15. Dezember weiterzuführen, ihn dann aber zu schliessen. Der Pachtvertrag mit der Stiftung Schloss Wartensee, der Betreiberin des Tagungs- und Begegnungzentrums, wird per Mitte Dezember gekündigt; dies in Absprache mit Stiftungsrat und Betriebsleitung.

„Für den kommenden Sommer und Herbst ist das Schloss gut gebucht“, sagt Heidi Baer, Kirchenrätin und Präsidentin des Stiftungsrates. „Für Gäste, die in diesem Jahr auf das Schloss kommen, ist die tadellose Durchführung ihres Anlasses gesichert“. Jenen Gästen, die bereits für das kommende Jahr reserviert hätten, helfe die Geschäftsleitung des Schlosses Alternativlösungen zu finden. Für die Mitarbeitenden besteht überdies ein Sozialplan.
Im vergangenen September räumte die Kantonalkirche der Schweizer Niederlassung der dänischen Saxo Bank ein Kaufrecht für die Schlossanlage ein. Damit ein Verkauf möglich wird, muss das Schloss jedoch von der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen in eine Grünzone zum Schutz der Schlossanlage überführt werden. Das entsprechende Gesuch ist bei der Gemeinde Rorschacherberg in Arbeit. „Läuft alles nach Plan, kann die Bank per Ende Jahr von ihrem Kaufrecht Gebrauch machen“, sagt Dölf Weder, Präsident des Kirchenrates. Er ist überzeugt, dass das Gelingen dieses Geschäftes und damit der langfristige Schutz von Schloss und öffentlich zugänglichem Park auch für die breite Bevölkerung einen Glücksfall darstellt.

Im Sommer 2009 erteilte die Synode, das Parlament der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, dem Kirchenrat den Auftrag und die Kompetenz, das Schloss Wartensee zu verkaufen. Es gehöre nicht zum zentralen Auftrag einer Kantonalkirche, ein eigenes Begegnungs- und Tagungszentrum zu führen, waren sich Synode und Kirchenrat einig. kid/Ack
 
Andreas Ackermann; Arbeitsstelle Kommunikation,
05.05.2011

 
 
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