Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Gospelmusik entdecken ­ - selber einmal mitsingen

Musik im Rahmen von 200 Jahre Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen
 
Selber im Gospelchor mitsingen, den Rhythmus dieser Musik spüren: Diese Möglichkeit bietet das Projekt "Gospelday" im Rahmen des Jubiläums 200 Jahre Evang.-Ref. Kirche des Kantons St.Gallen.

"Geplant sind fünf Gospeltage im ganzen Kanton", erklärt Projektleiter Urs Leuenberger. Die Workshops finden jeweils an einem Samstag von 9.30 bis 17 Uhr statt und zwar in: Rorschach, (1. März), in Sargans, (15. März), in Rapperswil-Jona, (21. Juni), in Altstätten (8. November) und in Wattwil (15. November). Jung oder Alt, Laien ohne, oder Sängerinnen mit Chorerfahrung ­ schlicht allen ­ steht der eintägige Workshop offen. "Notenkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich", sagt Leuenberger. "Gospelday ist für all jene gedacht, die Spass am Singen haben und lernen möchten, den Gospel so richtig «grooven» zu lassen."

Mit Konzerten
"Lernen durch Mitmachen" ist die Devise von Urs Leuenberger. Und während die Workshop-Teilnehmenden übend lernen, wie ein Gospel im Chor gesungen wird, studieren die Sängerinnen und Sänger gleichzeitig ein kleines Repertoire ein, das an einem Konzertabend oder in einem Gottesdienst aufgeführt wird. Denn die Begeisterung soll weitergegeben werden. "Gospel fasziniert. Er hat Rhythmen, die ins Blut fliessen, den Bauch kribbeln lassen. Die Melodien öffnen das Herz und streicheln die Seele, lassen sie klingeln", sagt der 47-jährige St. Galler. Er muss es wissen, leitet er doch seit Jahren die Gospelchöre von Flawil und Gossau sowie die Flawiler Gospelkids, organisiert Konzerte und ist Initiant verschiedener Musicals. Doch nicht nur Rhythmus und Musik sind es, die Urs Leuenberger faszinieren. Er zitiert in seinem Prospekt den Leiter der Philadelphia Singers, Freddy Washington: "Gospel fragt nicht danach, ob man reformiert oder katholisch ist, einer Freikirche angehört. Es geht primär um die Vermittlung der frohen Botschaft, der Hoffnung des Evangeliums."

Stimmung wie in New York
Gospel bezeichnet das geistliche Lied der nordamerikanischen schwarzen Bevölkerung, das sich in den 30-er Jahren aus dem Negro-Spiritual herausbildete und durch Jazztechniken bereichert wurde. Die Songs wurden zunächst improvisiert und mit Klatschen und Stampfen gesungen. Die Europäer "kultivierten" die Gospels. Nicht so bei Urs Leuenberger: Er kann Sängerinnen und Sänger und das Publikum motivieren, eine Stimmung wie im New Yorker Harlem heraufbeschwören. Kein Zweifel, dass auch die geplanten Gospeltage unvergesslich werden.

Die Kirchgemeinden der Durchführungsorte werden entsprechende Prospekte in ihren Nachbargemeinden unter die Interessierten bringen. Wer Lust hat, am Gospeltag in seiner Region teilzunehmen, kann sich bei Urs Leuenberger, Spiseggstr. 15, 9030 St.Josefen, 071 277 00 06 oder per Mail (siehe weiterführende Links) anmelden.
 
Katharina Meier - meka; OK Jubiläumsjahr 2003,
19.02.2003

 
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