Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
 

Tag der Rechte des Kindes 20. November 2010



 
Bahnhofplatz St. Gallen im Zeichen der Kinderrechte Am 20. November 2010 verwandelte sich der Bahnhofplatz St.Gallen in ein Festgelände. Organisationen aus dem Bereich der offenen Arbeit mit Kindern luden die Öffentlichkeit ein, um an die Rechte der Kinder zu erinnern. Ein gut besuchter Anlass mit anregenden Diskussionen, Spiel und Spass.
 
Rund 100 Kinder mit ihren Eltern und zahlreiche interessierte Gäste feierten vergangenen Samstag in St.Gallen den „Internationalen Tag der Rechte des Kindes“. Dieser erinnert an das Datum, an dem die UNO-Kinderrechtskonvention in Kraft trat – am 20. November 1989. Der Anlass stand in diesem Jahr unter dem Motto „Frei(t)räume – Umgang mit der Zeit“. ″Damit betonten wir das Recht der Kinder auf Selbstbestimmung und auf Erholung, Spiel, Freizeit sowie eine gesunde Entwicklung″, so Sabine Kugler, Projektleiterin des St.Galler Tag der Rechte des Kindes.

Nichts tun müssen – vieles tun dürfen
Und so erwartete ein verspieltes Programm die kleinen und grossen Besucher: Verschiedene Geschicklichkeits- und Bewegungsspiele gaben die Gelegenheit, das Tagesmotto aktiv umzusetzen. Beliebt war auch der Maltisch, an dem die Kinder ihr kreatives Potential ausleben konnten. Die Erwachsenen vertieften sich derweil in rege Diskussionen über die Rechte des Kindes im Allgemeinen und die Aufgaben der verschiedenen Institutionen im Besonderen.
Doch der eigentliche Höhepunkt war für die meisten Besucher wohl der Auftritt des bekannten Zauberers Ralf Rolsn um 16.00 Uhr. Mit einer tollen Show und verblüffender Magie zauberte er Glücksmomente in die Gesichter der Zuschauenden. Sabine Kugler ist überzeugt: „Viele Besucher und eine gute Stimmung von Anfang bis zum Schluss – dieser Anlass wird bestimmt vielen Kindern und Eltern in guter Erinnerung bleiben.“ Unter den Gästen war auch der bekannte Musiker und Kindergärtner Marius Tschirky, der sich für den Anlass in St.Gallen als Pate zur Verfügung gestellt hatte. Tschirky verbindet mit den Kinderrechten und diesem Anlass ein persönliches Anliegen: „Freizeit soll für Kinder Erholung sein, also die Freiheit, auch mal ‚nichts tun zu müssen’, aber viel tun zu dürfen.“ Man solle die Kleinen nicht schon im Kindesalter verplanen, sondern ihnen die Zeit zur freien Entfaltung geben.

Kinderrechtsfragen kirchlich, sozial-diakonisch und politisch einbetten
Am Tag der Rechte des Kindes in St.Gallen beteiligten sich diverse Organisationen, welche in der Stadt St.Gallen und Umgebung für Kinderrechts- und Kinderschutzfragen einstehen. Darunter finden sich evangelisch-reformierte Kirchgemeinden, das Jugendsekretariat, der Verein Kinderschutz Ostschweiz, Jungwacht und Blauring, infoklick.ch Ostschweiz, Cevi St. Gallen, Villa YoYo, das Jugendrotkreuz St. Gallen sowie das Departement für Soziales des Kantons St. Gallen. Die breite Abstützung des Anlasses zeigt, dass Kinderrechtsthemen stets auch von einem kirchlichen resp. sozial-diakonischen Umfeld getragen und durch die Behörden unterstützt werden. „Das ist wichtig“, meint Sabine Kugler. „Denn erst, wenn alle Kräfte zusammenwirken, können wir wirklich etwas bewegen.“ Deshalb ist auch die Einbindung und die Sensibilisierung der Sozialbehörden ausschlaggebend: Sie setzen den politischen Rahmen, in den das soziale Engagement eingebettet ist.
 
Sabine Kugler; Arbeitsstelle Familien und Kinder,
25.11.2010

 
Weiterführende Links:
 Ideen und Anregungen zu den Kinderrechten
 UN-Kinderrechtskonvention
 

 
 
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